Günther Weidlinger

 

 

 

 

 

 

 

                      


NEWS

News vom 04.01.2012:

Mein Vorsatz fürs neue Jahr lautet: Meine Homepage aktuell zu halten! Ich hoffe es gelingt mir!

Der Silvesterlauf in Peuerbach war wieder einmal eine Reise wert. Eine Topbesetzung, viele Zuschauer, eine gewaltige Stimmung und gute Leistungen. Die Witterungsbedingungen waren fast perfekt: kein Wind, gute Temperatur und keine rutschige Straße. Alles deutete auf einen neuen Streckenrekord durch Leonard Komon (Weltrekordhalter im 10km und 15km Straßenlauf) hin. Die 18:46,09 aus dem Jahr 1999 von Richard Limo sind immer noch das Maß der Dinge, und nicht leicht zu knacken. Das Rennen ging unglaublich schnell los, die vier Afrikaner (2 Kenianer, 2 Äthiopier) legten die erste 850m Runde in 2:12 (!) zurück, ich folgte mit dem Rest des Feldes mit Respektabstand von 6 Sekunden, was für mich trotzdem schnell genug war. Als Marathonläufer bin ich dieses hohe Tempo einfach nicht mehr gewöhnt und deshalb war es auch unmöglich für mich, dieses Tempo zu halten. Ich schlug also ein zügiges aber nicht zu schnelles Tempo an und konnte Runde für Runde meine Begleiter abschütteln. Nach 6 von 8 Runden hatte ich sogar wieder Kontakt zu einem der enteilten Äthiopier. Ich versuchte an ihn heranzulaufen und als mir das gelang, wollte ich den Überraschungseffekt nutzen und ging gleich an ihm vorbei. Ein Fehler, wie sich beim Zielsprint eine Runde später herausstellte. Ich konnte nichts mehr zusetzen, das Marathontraining hat mir doch einiges an Grundschnelligkeit gekostet. Mit meinem 5. Platz bin ich sehr zufrieden, die europäischen Gegner hatte ich klar im Griff, meine letzte Runde konnte sich auch sehen lassen. Dass ich auf einer 6,8km Strecke wenig Chance habe mit diesen Topathleten aus Afrika mitzuhalten muss mir klar sein, und ich habe mich damit auch abgefunden. 42,195km bedürfen eben ein völlig anderes Training und andere Schwerpunkte. Ich freue mich aber sehr, dass ich immer noch vom Publikum lautstark angefeuert werde, auch wenn ich das Rennen nicht mehr dominieren kann wie in den Jahren von 1999 - 2009 in denen ich insgesamt 7 Siege einlaufen konnte. Übrigens: Der Streckenrekord wurde nicht gebrochen, die erste Runde war eben doch zu schnell, auch für einen Weltrekordhalter!

 

News vom 21.08.2011:

Seit gestern sind die ersten Fotos vom aktuellen Trainingslager zu sehen. Sie sind bei einem Dauerlauf von St.Moritz Richtung Champfer entstanden.

Heute bin ich die 10km-Strecke des Engadiner Sommerlaufs, den sogennanten Muragl-Lauf, gelaufen, weil es gut in den Trainingsplan gepasst hat: Ich gewann mit dem neuen Streckenrekord von 30:34 (der alte von 31:12 wurde von dem Kenianer Elijah Saga seit dem Jahr 2003 gehalten), nachdem ich vom Start weg im Alleingang ein hohes Tempo gelaufen bin. Bei 5km in 15:09 merkte ich auf Grund meiner guten Verfassung, dass der Streckenrekord kein Problem sein sollte. Die Pulswerte waren im erwarteten guten Bereich, und somit waren mein Vater und ich zufrieden mit dem heutigen Trainingslauf. Auf Grund dessen, dass ich mich nicht verausgaben musste, wird das Training der kommenden Woche nicht unter der Belastung leiden.

 

News vom 14.08.2011:

Die erste Trainingswoche im Höhentrainingslager hier in St.Moritz ist erfolgreich verlaufen: Das Training war mit 199 gelaufenen Kilometern umfangreich und hart, doch die zweiwöchige nächtliche  Akklimatisierung im Höhenzelt vor der Abreise Richtung Schweiz hat sich bezahlt gemacht. Ich konnte bereits zwei Belastungstrainings absolvieren; ein Fahrtspiel mit 400m-Läufen und Tempoläufe über 2000 und 3000m etwas schneller als Marathontempo am Flughafen in Samedan. Zwar bereiten mir die schnelleren Läufe noch Schwierigkeiten, aber in der kommenden Woche stehen ohnehin schnellere Läufe am Programm, da muss ich dann wohl durch.

Ein wenig Freizeit ist natürlich auch übrig, so war donnerstag Abend im nur wenige Kilometer entfernten Pontresina der monatliche "Laret-Markt" mit musikalischer, kulinarischer und handwerklicher Untermalung. Zur Regeneration war ich gestern nachmittags im Schwimmbad im malerischen Pontresina, und eine Massage von meinem Vater habe ich auch schon genossen.

Ein absolut empfehlenswerter Ausflug ist jener per Standseilbahn und Gondel von St.Moritz Dorf bis auf den 3057m hohen Piz Nair: Die Aussicht auf die umliegenden Berge ist genau so atemberaubend wie der Blick hinunter ins Tal nach Pontresina, St.Moritz mit See und den Silvaplana-See. Während der Fahrt passiert man den Abfahrts-Start der Ski-WM von 2003, ein wahrhaft sehr steiler Anblick. Nun, bei der Rückkehr ins Appartment stand schon der warme selbstgemachte Apfelstrudel von Trainervater Heinrich am Tisch.

Ich freue mich übrigens sehr über die Motivationen, welche mir jene Fans schicken, die per Internet mein Training live verfolgen (facebook bzw. www.runtastic.com). Vormittäglicher Trainingsstart ist übrigens um ca. 10 Uhr.

Die ersten Fotos sind bereits gemacht, im Laufe der Woche werden sie und weitere auf meiner Seite zu sehen sein.

 

News vom 08.08.2011:

Seit gestern befinde ich mich im Höhentrainigslager in St. Moritz auf knapp 1.800m Seehöhe. Ich habe mich schon lange auf diesen Aufenthalt gefreut, denn die Umgebung ist einfach traumhaft, und die Belastung fällt hier viel leichter als in der gewohnten Umgebung, auch wenn das Training um einiges intensiver sein wird: Der Grundlagenbereich ist bereits im Wesentlichen abgedeckt, nun steht ein vielseitiges Training zum speziellen Aufbau mit Blickrichtung auf das Olympialimit für London 2012 am Programm.

Die Vorbereitung auf den Herbstmarathon in Frankfurt am 30.10. verläuft also planmäßig, und ich gehe davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. Gewissenhaftes Training, genügend Regeneration und die richtige Ernährung sollten dazu beitragen.

Mein Training hier im malerischen Engadin kann großteils über Facebook und runtastic.com mitverfolgt werden.

Nach diesem Trainingslager stehen ein paar Vorbereitungswettkämpfe am Plan, unter anderem der Kö-Lauf in Düsseldorf am 4.9.

Demnächst werde ich wieder über Neuigkeiten aus dem Trainingslager berichten, vielleicht sind dann schon die ersten Fotos zu sehen.

 

News vom 20.05.2011:

Nach dem verpatzten Lauf in Düsseldorf war ich mental ziemlich am Nullpunkt angelangt. Ich hatte mich 6 Monate auf den Marathon vorbereitet und dann laufe ich nur 25km. Ich war einfach nicht zufrieden mit mir selber und habe mir keine Regeneration, wie sonst üblich nach einem Marathon, gegönnt. Die Tage nach dem Marathon verbrachte ich mit nachdenken und radfahren, bis ich am Donnerstag entschied, ich könne ja noch kurzfristig einen Marathon einplanen. Ich begann also mit der Planung und suchte Marathons, die für eine Olympiaquali geeignet waren. Salzburg, Hamburg und Edinburgh standen  zur Auswahl. Obwohl die Termine von Hamburg und Edinburgh besser gewesen wären, entschieden mein Vater und ich uns für Salzburg, weil das Wetter "gut" angesagt war (kühl, leichter Regen und windstill). Die Planung verlief recht unkompliziert: zuerst holte ich mir von Christoph Kopp, dem Renndirektor von Düsseldorf die Starterlaubnis, dann fragte ich beim Salzburg Veranstalter Hannes Langer nach und plante meine Anreise und Vorbereitung mit meinem Vater.

Das Rennen am letzten Sonntag begann nach Plan. Ich lief Kilometerzeiten von ~3:08 sodass ich bei 20km einen Vorsprung aufs Olympialimit (2:14) von rund 30 Sekunden hatte. Leider war an diesem Punkt kein Streckenposten vorhanden und ich wußte nicht wo ich laufen sollte und promt bog ich in die falsche Straße ein. Nach einigem verzweifelten Rufen fand ich zurück auf die Strecke und passierte die Hm Marke bei 66:54, ich verlor also ~30 Sekunden auf einem Kilometer. Dieser Umstand beschäftigte mich während dem Rennen und so verkrampfte ich ein wenig. Nach 25km fingen die ersten muskulären Probleme an, ich war aber dennoch voll im Zeitplan. Bis Kilometer 32 konnte ich das Tempo halten, obwohl die Krämpfe schon sehr schmerzhaft wurden. Ich durfte aber leider auch nicht nachlassen, da ja das Limit am Spiel stand. Nach gut 33 km verkrampfte meine Oberschenkelmuskulatur so stark, dass ich kurz stehenbleiben musste und zu dehnen begann. Nach einer kurzen Diskussion mit meinem Vater entschieden wir, bis ins Ziel zu joggen um den Marathon zu beenden. Gesagt, getan, ich finishte in 2:17:59 und erreichte den zweiten Platz. Trotz des verpassten Olympialimits bin ich nun mental wieder voll fit und geniesse die verdiente Regeneration!

 

News vom 09.05.2011:

Der Wettergott meinte es gestern leider nicht gut mit uns Marathonläufern. 20 Grad um 9:30 am Start und rund eine Stunde später schon 27 Grad, dazu ein kräftiger warmer Wind und ein extremer Pollenflug. Viel schlechter könnten die Bedingungen nicht sein. Ich korrigierte auf Grund der Situation mein Tempo und plante nach 65:45 - 66:00 an der Halbmarathonmarke zu sein. Das Rennen startete mit Rückenwind, und so waren die ersten 2km schon nach 6:00 passiert. Danach hatte sich das Pacemaker-Duo warmgelaufen und brachte mich mit 30:54 zur 10km-Marke. Der Wind war recht kräftig und ich war froh als die kritische Stelle im Düsseldorfer Kurs, die Oberkasseler Brücke, nach 20km passiert war. Mit einer Durchgangszeit von 1:02:18 war ich praktisch voll im Plan und mir ging es zu diesem Zeitpunkt auch noch richtig gut. Den Halbmarathon brachte ich nach 65:45, also zu 100% im Soll, hinter mich. Danach begannen leider meine Probleme: Mein Vater registrierte dass ich einen starren Blick hatte und fragte mich ob alles in Ordnung sei, ich reagierte nicht. Nach rund 23,5km wusste er auch warum, ich taumelte an den Streckenrand und kollabierte. Nachdem er mir aufgeholfen hatte war ich wieder etwas zu kräften gekommen, riss mich von ihm los und lief weiter. Den 25. Kilometer absolvierte ich sogar in 3:02 und nahm auch die Verpflegung an diesem Punkt auf. Rund 150m nach der Verpflegungsstelle kollabierte ich das zweite Mal, diesmal rannte ich aber voll in die Absperrbänder und hatte noch Glück dass ich nicht das Gitter rammte. Erzählungen zu Folge wollte ich mich auch dort nochmal von meinem Vater und einem herbei geeilten Zuschauer losreißen mit den Worten: "Ich muss ins Ziel!" Mein Vater hielt mich diesmal fest, ließ mich nicht zurück auf die Laufstrecke und nahm mich somit aus dem Rennen. Als ich wieder zu mir kam, war ich ihm deshalb sehr böse, denn mein Ziel war ja nicht erreicht worden. Mit etwas Abstand betrachtet, bin ich froh, dass es so gehandelt hat, meiner Gesundheit zuliebe und weil ich mein Ziel, die Olympiaquali, in diesem Zustand sowieso nicht mehr geschafft hätte.

Die nächsten Tage werden nun sehr ruhig werden um mich körperlich und mental von dem schwierigen Rennen in Düsseldorf zu erholen, dann beginnt die Vorbereitung auf den BMW Frankfurt Marathon am 30.10.2011, denn wie heißt es in Läuferkreisen: Nach dem Marathon ist vor dem Marathon!

 

News vom 06.05.2011:

Die Vorbereitung für den Düsseldorf Marathon ist abgeschlossen und sehr gut verlaufen. Ich freue mich schon sehr auf das Rennen. Ich habe ein halbes Jahr für diesen Wettkampf trainiert, da es toll, wenn ich endlich an der Startlinie stehen darf, mit meiner Startnummer auf der Brust und meinen Wettkampfschuhen an den Füßen. Zurzeit vertreibe ich mir die Zeit im Hotelzimmer und schlage die Zeit tot. Morgen wird es noch einmal etwas abwechslungsreicher. Ich habe um 14 Uhr eine Autogrammstunde auf der Marathon Expo an der Rheinterrasse für meinen Sponsor "Forever Living Products". Ich würde mich freuen, wenn viele von Euch vorbeischauen, soweit ich weiß, gibt es auch was zu gewinnen! Drückt mir bitte für Sonntag die Daumen, ich kann es sicher brauchen. Der Wettergott meint es ja mit den Grillern und Kaffeehausbesuchern sehr gut, auf uns Marathonläufer hat er doch etwas vergessen. Es soll gut über 20 Grad bekommen, was ja doch sehr warm ist für einen 42,195km-Lauf. Naja, das Wetter kann man sich nicht aussuchen und wir sind eine Outdoor Sportart, also nicht jammern sondern nur laufen!!!

 

News vom 03.04.2011:

Die letzte Woche war ein wichtiger Baustein in meiner Vorbereitung auf den Düsseldorf Marathon am 08.05. Ich bestritt die beiden Halbmarathons in Wels (27.03.) und Prag (02.04.) Der HM in Wels war zugleich die Staatsmeisterschaft, und daher für mich und meinen Verein, die Sportunion Neuhofen/Krems, sehr wichtig. Der Gesamtsieg interessierte mich dabei eher wenig, den sollten sich die Afrikaner unter sich ausmachen.

Wie schon vor zwei Wochen, bei den Crossmeisterschaften, war auch diesmal Florian Prüller der erste Verfolger und es dauerte bis kurz nach KM 9 bis er aus der Spitzengruppe zurückfiel. Ich folgte den Kenianern bis KM 17, anschließend ließ ich sie ziehen und lief mein eigenes Rennen. Obwohl ich kaum beschleunigte, konnte ich einen der drei Ausreißer wieder einholen und fast noch auf Position zwei vorstoßen. Mit der Zeit von 1:03:55 und dem Pulsschnitt von 161 bin ich sehr zufrieden und konnte so meinen 50. Meistertitel in der allgemeinen Klasse relativ locker einlaufen. Sechs Tage später stand der Halbmarathon in Prag am Programm. Die Vorgabe lautete eine Zeit unter 63 Minuten zu laufen. Ich wußte, dass das schwer werden würde, denn die Veranstalter interessieren solche Zeiten nicht wirklich und die Strecke in Prag ist bei weitem nicht so schnell wie die in Wels.

Prag will Zeiten unter 60 Minuten sehen und dementsprechend sehen auch die Startlisten Jahr für Jahr aus. Trotz eines schnellen Anfangstempos von 2:53 am ersten KM war ich nach 1,5km schon alleine unterwegs. Die Spitze forcierte nämlich nocheinmal und legte den zweiten Kilometer in knapp unter 2:50 zurück, was für mich natürlich zu schnell war. Die 5km passierte ich in 14:51 und die 10km in 29:58. Bis dahin war noch alles im Plan, außer dass ich extreme Magenprobleme hatte. Bei 15km war ich mit 45:02 noch fast im Zeitplan und mit einem guten Finish wäre mein Ziel immer noch möglich gewesen. Leider kam dann aber die Passage mit Gegenwind und so verlor ich jeden Kilometer wertvolle Sekunden auf meine Zielzeit. Am Ende kam ich völlig fertig und ausgepumpt in 63:47 ins Ziel. Die Magenprobleme wirkten sich dann auch noch nach dem Rennen entscheidend auf die Regeneration aus. Wo ich normalerweise Berge von Nudel, Reis und Kartoffel am Teller habe, war es diesmal ein wenig Reis, ein bisschen Kartoffelpüree und vorallem Weißbrot. Mehr konnte ich am Anfang nicht essen. Bei der Heimfahrt verspeiste ich noch zwei Bananen ehe ich zu Hause eine kräftigende Suppe bekam. Regeneration nach einem Halbmarathon sieht anders aus, trotzdem gehe ich davon aus, dass die beiden Rennen ihre Wirkung zeigen werden und mich am Weg nach Düsseldorf wieder einen Schritt weiter gebracht haben.

 

News vom 21.03.2011:

Die österreichischen Crossmeisterschaften sind zwar schon gut eine Woche vorbei, trotzdem möchte ich noch einen kurzen Bericht darüber schreiben.

Die sehr anspruchsvolle, kurvenreiche und wellige Strecke in St. Pölten war eigentlich nichts für Marathonläufer, die es gewohnt sind, kilometerlang ohne große Hindernisse ihre Strecke zu absolvieren. Für mich stand daher die Meisterschaft als Formüberprüfung am Plan und so wollte ich sie auch anlegen. Meine Taktik vor dem Start lautete: die ersten Kilometer hinter der Spitzengruppe laufen, um dann meine Stärke als Ausdauerathlet ausspielen zu können und das Tempo zu verschärfen. Florian Prüller machte mir aber gleich am Start einen Strich durch die Rechnung, indem er ein extrem schnelles Tempo angeschlug, bei dem ich natürlich mitlaufen musste. Bei einer sehr engen Kurve erwischte ich die bessere Linie, überholte Florian und bestimmte anschließend selber das Tempo. Einige Kurven später war ich schon alleine an der Spitze und konnte meine Führung Runde für Runde ausbauen, obwohl ich nicht mit letztem Einsatz ans Werk ging. Im Ziel hatte ich schließlich 1:27 Vorsprung auf Martin Pröll, dem Sieger auf der Kurzstrecke. Florian Prüller kam einige Sekunden später als Dritter ins Ziel.

Der Formtest war also sehr positiv verlaufen und voll motiviert ging ich auch in die nächste Trainingswoche, die ich mit einem kurzen Abstecher ins Burgenland nach Bad Tatzmannsdorf abschloss. Dieses Wochenende folgen die nächsten Staatsmeisterschaften, und zwar im Halbmarathon. Ich hoffe in Wels meinen 50. Meistertitel erlaufen zu können und wieder einen Schritt in Richtung Marathonform zu machen.

 

News vom 15.02.2011:

Seit Sonntag befinde ich mich nun im Trainingslager in Chiclana (Spanien) und bereite mich auf die Saison vor. Ich freue mich sehr hier meine Kilometer abzuspulen. Es werden wohl rund 200km pro Woche werden, und auch die Intensität wird schön langsam nach oben gehen. Es sind zwar noch einige Wochen bis zum Höhepunkt beim Düsseldorf-Marathon, aber mein Vater und ich wollen nichts dem Zufall überlassen und in Düsseldorf eine gute Figur abgeben. Mittlerweile sind auch meine nächsten Wettkämpfe geplant. Ich werde bei den ÖM Cross in St. Pölten und den ÖM Halbmarathon in Wels an der Startlinie stehen. Die Crossmeisterschaften werden eine große Herausforderung werden, ich bin ja schon längere Zeit nicht mehr in meinen Spikes gestanden. Eine Woche nach der HM-Meisterschaft werde ich noch in Prag meine Form testen. Die Strecke ist sehr selektiv und die Gegner werden wohl wie jedes Jahr in Prag sehr stark sein.

 

News vom 01.01.2011:

Meine Leistung beim 30. Silvesterlauf in Peuerbach war sehr zufriedenstellend, trotzdem reichte es nicht für das Podest. Ich musste mich mit dem vierten Platz begnügen, auch deshalb, weil ich im Sprint nicht mehr die alte Stärke habe. Das Tempo wurde von Beginn an vom späteren Sieger Najim El-Qady bestimmt. Er dominierte das Rennen und war eine Klasse für sich. Ich matchte mich mit den beiden Äthiopiern Regassa Zelalem Bacha und dem Vorjahressieger Lema Abere Chane. Das Rennen in meiner Gruppe war sehr unrythmisch. Jedes Mal wenn ich versuchte dasTempo gleichmäßig hoch zu halten, wurde ich von den Beiden wieder eingebremst. Für mich als Marathonläufer ist das natürlich Gift, ich bin es gewohnt so konstant wie möglich meine Kilometer abzuspulen.

Auf diesem Weg möchte ich noch allen Lesern meiner Homepage ein gutes und erfolgreiches neues Jahr 2011 wünschen. Ich wünsche Euch Glück, Gesundheit und Zufriedenheit und dass alle Eure Träume in Erfüllung gehen!

 

News vom 20.12.2010:

Gestern fand der bereits traditionelle Simbacher Weihnachtslauf statt, bei dem ich wieder am Start war. Die Straßenverhäntnisse waren nicht sehr vielversprechend: Schnee und Schneematsch erschwerten das Laufen gewaltig. Eigentlich wollte ich einen Testlauf im Hinblick auf den Silvesterlauf machen, angesichts der schwierigen Verhältnisse begnügte ich mich aber mit einem flotten Sicherheitslauf. Das Wichtigste an diesem Wettkampf war somit gesund und unverletzt ins Ziel zu kommen und dort wo es geht Tempo zu machen. Mit meiner Zeit von 16:37 auf 5.800m bin ich daher sehr zufrieden. Die Zeiten der früheren Jahre (~16:10 - 16:15) waren natürlich nicht zu erreichen, trotzdem war es ein erfolgreicher Testlauf und ein Gradmesser für meine Form. Das Fazit: Die Form stimmt!!!

 

News vom 23.11.2010:

Die erste Sitzung der European Athletics Athletes Commission ist absolviert, und ich habe einen Einblick in die Geschehnisse von European Athletics erhalten. Sechs der acht Mitglieder der Kommission haben sich gestern in Lausanne getroffen (zwei waren leider verhindert), sich gegenseitig vorgestellt und die wichtigsten Punkte für die 4-jährige Arbeitsperiode diskutiert. Natürlich konnten noch keine Ergebnisse erzielt werden, dafür war einfach die Zeit zu kurz und wir haben ja nicht direkt Einfluss auf den europäischen Verband. Unsere Vorschläge müssen erst in der Wettkampfkommission abgesegnet werden um dann im Council zur Bearbeitung zu landen.

Die wichtigsten Themen die diskutiert wurden sind die EM 2012 in Helsinki und das Anti-Doping Programm inklusive der Aufklärung der Jugend und die Vereinfachung des Meldesystems. Auf meinen Wunsch hin, sollte die Kommission nicht nur in den geplanten Sitzungen an den diversen Punkten arbeiten, sondern auch zwischen den Meetings einen regen Mailverkehr haben. Dies wird nun wahrscheinlich über facebook in einer eigene Gruppe geschehen, es ist also ein Fortschritt zu erkennen. Das nächste Meeting wird in Paris im Rahmen der Hallen EM sein. Ich hoffe dass diese Sitzung produktiver wird und ich im Anschluss einiges berichten kann.

 

News vom 26.10.2010:

Der Great South Run in Portsmouth (GBR) war wie die letzten Wettkämpfe sehr erfolgreich. 23.000 Läufer nahmen letzten Sonntag die 10 Meilen (16,09km) in Angriff und genossen das schöne Wetter auf der Insel. Es war zwar kalt, aber die Sonne schien uns ins Gesicht als wir auf den Start warteten. Das Rennen war sehr stark besetzt, unter anderen waren der Cross Weltmeister John Ebuya (KEN), Hindernis-Weltrekordler Saif Saeed Shaheen (QAT), Marathon Europameister Viktor Röthlin (CH) und 10.000m EM Dritter Daniele Meucci (ITA) am Start. Schon nach einer Meile setzten sich die drei Afrikaner vom Rest des Feldes ab und es war wieder einmal eine Zweiklassengesellschaft hergestellt. Die Europäer kämpften somit nur noch um den 4. Platz. Schon nach etwa 2 Meilen begannen die Läufer in meiner Gruppe zu taktieren, denn keiner wollte an der Spitze im Wind laufen. Nach rund 5km startete ich eine Tempoverschärfung und sprengte so die 10-Mann starke Gruppe. Leider konnte ich selber nach rund der Hälfte des Rennens den beiden Briten Scott Overall und Andi Lemoncello nicht mehr folgen und lief den Rest des Rennens in einer Drei-Mann-Gruppe. Leider versuchten die beiden verbleibenden Gegner mich immer wieder zu bremsen, deshalb wurde der Rest des Rennens sehr unrhythmisch gelaufen und ich verlor auf der sechsten, siebten und achten Meile viel Zeit auf meinen Plan, unter 48 Minuten zu laufen. Die letzten beiden Meilen führten entlang der Küste gegen den Wind schnurgerade dem Ziel entgegen und ich versuchte die verlorene Zeit noch irgendwie gut zu machen. Obwohl ich den letzten Kilometer in 2:53 absolvierte klappte es nicht ganz und ich wurde in 48:07 Sechster. Ich bin trotzdem sehr zufrieden mit dem Rennen denn 16,09 Kilometer in einem Schnitt von knapp unter 3:00 sind nicht schlecht zur jetzigen Zeit der Vorbereitung. Europameister Viktor Röthlin kam zwei Wochen vor dem New York Marathon als Neunter 36 Sekunden hinter mir ins Ziel, Meucci musste dem flotten Tempo nach 5km Tribut zollen und konnte nicht finishen. Als Sieger lief nach 45:16 John Ebuya durchs Ziel und verbesserte so den Streckenrekord um sagenhafte 40 Sekunden. Saif Saeed Shaheen folgte mit einem Respektabstand von 1:21.

 

News vom 10.10.2010:

Der gestrige Themenabend mit dem Titel "Aus dem Leben eines Marathonläufers" im Rathaus von St. Pölten war schon sehr erfolgreich, und auch der heutige St. Pöltner Citylauf verlief äußerst positiv. Mein großes Ziel für diesen Wettkampf lautete, den Streckenrekord des 6.350m langen Kurses von 20:05 aus dem Jahr 2002 deutlich zu verbessern. Insgeheim habe ich gehofft unter 19 Minuten bleiben zu können, was mir angesichts der doch sehr winkeligen, aber schönen und kurzweiligen Strecke, als realistisches Ziel vorkam. Vom Start weg lief ich ein sehr hohes Tempo und wollte die angepeilten 3min pro Kilometer so genau wie möglich treffen. Nach der ersten von 5 Runden sah ich die Uhr bei Start und Ziel und merkte, dass ich viel zu schnell unterwegs war. Da ich mich sehr gut fühlte, probierte ich das Tempo so lange wie möglich hoch zu halten und schließlich finishte ich in einer Zeit von 18:05(!) welche einen Kilometerschnitt von 2:51 bedeutet.

Dieses Ergebnis mitten im Aufbautraining stimmt mich sehr zuversichtlich für die weiteren Trainingseinheiten und die folgenden Wettkämpfe.

Den Organisatoren vom Themenabend und dem Citylauf in St.Pölten möchte ich mein Lob für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltungen aussprechen, und ich muss sagen, dass ich mich rundherum wohl gefühlt habe, was nicht zuletzt am begeisterungsfähigen Publikum gelegen haben mag.

 

News vom 04.10.2010:

Nach langer Zeit lasse ich wieder mal etwas von mir hören. Ich weiß, wenn man eine Homepage hat, sollte diese auch Up to Date sein. Ich werde versuchen von nun an öfter und regelmäßig News von mir zu posten.

Beginnen möchte ich gleich mit einem schönen Erfolg vom Wochenende. Bei meinem zweiten Meisterschaftsstart fü meinen neuen Verein die Sportunion Neuhofen/Krems konnte ich den zweiten Titel einlaufen und auch in der Mannschaft waren wir als Dritter am Podest.

Nachdem ich vor zwei Wochen bei den Halbmarathonmeisterschaften in der Wachau noch nicht Top in Form war, passte es in Wien umso besser. Ich wußte ich habe einiges drauf und hatte mir auch eine Taktik zurecht gelegt. Schmid Michael hatte was anderes vor und schlug am ersten Kilometer ein hohes Tempo an. Leider passierte ihm ein Mißgeschick und er übersah den Wendepunkt nach rund 1,2km. Die ihm folgenden Athleten riefen ihm, doch da hatte er bereist rund 20 Meter auf die Gruppe verloren die nun ich anführte. Ich nahm Tempo heraus um auf Michael zu warten, sah aber, dass er nur sehr schleppend an die Gruppe heran kam. Rund 200m Später dachte ich, warum soll ich nun noch weiter warten und lief die Geschwindigkeit des ersten Kilometers weiter. Michael orientierte sich am zweitplazierten Markus Hohenwarter und von da an war die Sache für mich klar: ich lief mein eigenes Rennen an der Spitze und wollte eine gute Zeit für die Mannschaft ins Ziel bringen. Mit den beiden 5km Abschnitten von 14:37 und 14:45 gelang mir das auch und ich erreichte mit 29:22 das Ziel.

Meine beiden Mannschaftskollegen hatten auch einen guten Tag. Auf Grund der guten Leistungen von Sadleder Christoph (34:58) und Zeintl Andreas (35:12) konnten wir uns den dritten Platz in der Mannschaftswertung sichern, der für mich mindestens genauso wichtig ist wie mein Sieg.

Nächsten Sonntag bin ich beim Citylauf in St. Pölte im Einsatz und werde versuchen den dortigen Streckenrekord zu brechen. Ich hoffe ich habe viele Mitläufer und noch viel mehr Zuschauer an der Strecke die uns anfeuern und zu Topleistungen schreien.

 

News vom 14.04.2010:

In wenigen Tagen ist es wieder soweit, der VCM steht vor der Tür und ich freue micsh schon sehr auf mein zweites Antreten beim größten Marathon in Österreich! Meine Form stimmt und die kleine Muskelverletzung, die mich gezwungen hat mein Trainingslager in Viareggio abzubrechen und den Wettkampf in Prag abzusagen, gut überstanden. In den letzten Tagen vor dem Marathon wird ja bekanntlich nicht mehr viel trainiert, der Körper muss sich ja erholen um für die 42,195km fit zu sein. Meinen letzten harten Tempolauf habe ich darum schon letzten Sonntag im Rahmen des Linz Marathons gemacht. Ich bin in der Sportunion OÖ Steffal gelaufen und unser Team (Gerhard Hauer jun. - Skibob, Martin Stockinger - Langlauf, Michael Haiböck - Skisprung) hat sich gut geschlagen. Im Hinblick auf den Wien Marathon durfte ich nur noch die kürzeste Strecke von ~ 6,5km laufen, die bin ich aber recht zügig angegangen und konnte im Ziel einen Kilometerschnitt von 2:52 aufweisen. Ich bin mit dem letzten Test sehr zufrieden, auch weil meine Pulswerte sehr gut waren und ich mich richtig locker gefühlt habe.

Nun freue ich mich auf den Marathon und hoffe natürlich auf eine Zeit von unter 2:10. Für dieses Ziel werde ich einiges riskieren, doch wer nie etwas riskiert wird nie etwas großes erreichen. Das Motto lautet also: No risk, no fun! Drückt mir bitte die Daumen, aber ich weiss dass ich auf Euch zählen kann!

News vom 07.03.2010:

Am Weg ins Trainingslager nach Viareggio habe ich noch Stop in Stresa am Lago Maggiore gemacht und einen Halbmarathon bestritten. Mein Ziel war es, einen guten Trainingslauf zu absolvieren um den Fortschritt vom 2 1/2 wöchigen Trainingsaufenthalt in Spanien zu überprüfen. Das Rennen startete relativ langsam bei nur 3 Grad und starkem Wind der sich zwei Drittel der Strecke bemerkbar machte. Bei rund 8km waren wir auf einer prognostizierten Endzeit von 64:00. Bis zu diesem Zeitpunkt fiel es mir sehr leicht den Afrikanern auf dem welligen Kurs zu folgen.

Als der spätere Sieger Mourice Musyoki das Tempo forcierte konnte nur noch ich folgen und wir liefen die nächsten Kilometer deutlich schneller. Bis 14 Kilometer konnte ich problemlos das Tempo mitgehen. Nach einer weiteren Tempoverschärfung (1km in 2:47 gegenüber mir von 2:51) entstand ein kleines Loch das ich bis zum Ende nicht mehr schließen konnte. Bei den Bergaufpassagen konnte ich den Abstand immer wieder verringern, trotzdem reichte es zum Schluss nicht ganz zum Sieg. Mourice konnte mich am letzten Kilometer, der bergab zum Lago Maggiore führte, auf Distanz halten und 5 Sekunden Vorspung ins Ziel retten.

Für mich war es ein perfekter Test meiner Form und ein guter Start ins nächste Trainingslager. Einen erneuten Test werde ich am 27.03. in Prag bei einem weiteren Halbmarathon absolvieren.

 

News vom 01.12.2009:

Am letzten Sonntag habe ich wohl einen meiner größten Erfolge eingelaufen. Ich habe den Great Australian Run in Melbourne über 15km auf der Strasse gewonnen. Hört sich nicht so spektakulär an, doch wenn wann weiss, wer am Start war, relativiert sich das wieder! Hier einige Läufer und deren Erfolge: Samuel Wanjiru (Olympiasieger 2008 Marathon, World Marathon Majors Sieger 2008/2009), Stefano Baldini (Olympiasieger 2004, Europameister 2006 im Marathon), Jose Manuel Martinez (Europameister 10.000m 2006), Collis Birmingham (australischer Rekordhalter über 10.000m in 27:29,73) Giovanni Ruggero (Halbmarathon-Bestleistung 1:02:09) und noch einige mehr.

Vor dem Rennen waren sich Athleten, Veranstalter und die Presse einig, dass es nur einen Sieger, Sammy Wanjiru, geben kann, doch es kam anders!

Das Rennen verlief ganz nach meinem Wunsch: wir liefen relativ locker weg und nach knapp 2km übernahm ich die Führung. Ich versuchte die Spitzengruppe zu verkleinern und es gelang mir auf Anhieb. Nach nur einem Kilometer in rund 2:42 waren nur noch Wanjiru, Birmingham und ich an der Spitze. Nach etwa 5km, als der Anstieg rund um den Botanical Garden begann, liess ich meinen australischen Trainingspartner, Collis Birmingham, die Arbeit machen. Kurz vor Ende des Hügels merkte ich, dass Wanjiru schon Probleme hat und ich beschleunigte nochmals. Von da an waren Collis und ich alleine an der Spitze! Mein Schwachpunkt, das Bergablaufen, hatte ich diesmal auch besser im Griff. Beim nächsten kurzen Beragaufstück wollte ich es wissen. Ich beschleunigte und konnte Birmingham einige Meter distanzieren. Die letzten gut 5 km drückte ich permanent aufs Tempo und konnte so den Vorsprung zuerst konstant bei 40m halten und auf dem letzten km noch auf 100m vergrößern! Mit meiner Durchgangszeit bei 10km (28:45) war ich sogar um zwei Sekunden schneller als Haile Gebrselassie im Vorjahr und das motivierte mich natürlich zusätzlich. Nach 43:01 war ich bei strömenden Regen im Ziel und konnte mich als Nachfolger des großen Haile feiern lassen.

 

News vom 11.11.2009:

Der sechste Tag in Falls Creek und die vierte Schlange am Weg! Seit 06.11. bin ich nun in Australien um wieder an meiner Form zu arbeiten. Ich bin mit einigen Athleten des australischen Teams hier in Falls Creek in den victorianischen Alpen in einer Höhe von 1.650m. Die Bedingungen fürs Laufen sind richtig gut. Wir haben super Wetter, meistens können wir sogar ohne Shirt laufen und die Wege sind sehr gut gerichtet. Das einizge Problem sind die Schlangen. Durch die hohen Tempoeraturen kommen sie heuer schon früher aus ihren Verstecken und liegen dann quer über den Laufwegen oder knapp daneben. Vor zwei Tagen habe ich drei Schlangen innerhalb weniger Kilometer gesehen. Sie hatten wohl genau soviel Angst vor mir wie ich vor ihnen und waren schnell weg. Heute hatten wir aber richtig Glück: Wir liefen in einer Gruppe von sechs Athleten und ein Coach war mit dem Rad dabei als ich vor uns mitten am Weg eine schwarze Schlange sah. Ich schrie sofort den anderen doch einer stieg trotzdem nur rund 5cm vor dem Kopf der Schlange auf. Der Läufer dahinter konnte gerade noch drüberspringen. Keiner ausser mir hatte die Schlange bemerkt. Die Schlange blieb glücklicherweise aber ruhig und schlängelte sich langsam ins Gras neben dem Weg. Wow, das war wirklich knapp! Wir beobachteten sie noch eine Weile und die Australier erklärten mir, dass diese Schlange eine Redbelly Black Snake war. Sie ist hochgiftig!!! Das beruhigte mich nicht wirklich und ich war hochkonzentriert beim Rest des Trainings.

Ansonsten läuft alles nach Plan. Das Training wird von Tag zu Tag besser und ich habe den Marathon schon recht gut verkraftet. Gestern machte ich mein erstes schnelleres Training nach dem Marathon und ich fühlte mich als ob ich fliegen würde. So kanns weitergehen, aber bitte ohne Schlangen!!!

 

News vom 26.10.2009:

Den 25.10.2009 werde ich wohl nie vergessen! Gestern konnte ich nämlich einen kleinen weissen Fleck in meiner Rekordliste mit einer fantastischen Zeit füllen: Ich absolvierte den Commerzbank Frankfurt Marathon in einer Zeit von 2:10:47, belegte den hervorragenden 10. Rang in einem Weltklassefeld und pulverisierte damit auch den 23 Jahre alten österreichischen Rekord von Gerhard Hartmann (2:12:22).

Für die erste Rennhälfte war eine Durchgangszeit von genau 66:00 geplant. Schon nach 10km war ich um 30 Sekunden zu schnell. An dieser Stelle wurde mein persönlicher Tempomacher zu mir zurückbeordert und wir nahmen etwas Tempo heraus. Die Halbmarathonmarke passierten wir in 65:36, was immer noch fast 30 Sekunden zu schnell war. An dieser Stelle änderte ich meine geplante Zielsetzung die lautete, das EM Limit von 2:16 zu unterbieten. Ich fühlte mich immer noch extrem locker und wusste dass ich nun auch die Chance hatte, den österreichischen Rekord zu laufen. Bei km 25 stieg mein Tempomacher aus und ich war auf mich alleine gestellt. Von diesem Punkt an hörte ich nur noch in mich hinein und liess meinen Körper entscheiden wie schnell ich laufen soll. Ich lag zu diesem Zeitpunkt ungefähr an 30. Stelle, sah aber vor mir viele einzelne Läufer die sich schon sehr quälten. Mit der Zeit konnte ich einen nach dem anderen einholen, überholen und abhängen. Das gab mir einen großen Motivationsschub, einen weiteren erhielt ich von den zahlreichen an der Strecke stehenden Fans, die sichtlich erfreut waren, dass ein weisser Läufer so weit vorne mitlaufen konnte. Sie riefen mir die Platzierung zu und feuerten mich an als wäre ich ein Einheimischer. Als ich hörte, ich liege an 17. Stelle, setzte ich mir das Ziel unter die Top 15 zu kommen. Dies war jedoch schnelll geschafft und die Zielsetzung erhöhte sich auf die Top 10! Auf den letzten 5km wusste ich, dass der Rekord fallen wird und ich holte noch die letzten Reserven aus mir heraus und so lief ich km 41 in 3:01 und km 42 in 2:59! Der Zielspurt in die Festhalle der Frankfurter Messe war ein weiteres Highlight für mich: Die Stimmung war grandios und der Platzsprecher kündigte mich mit einem neuen fantastischen nationalen Rekord an. Das Publikum auf den Tribünen und meine gesamte Familie feierte meinen Erfolg und bot mir einen unvergesslichen Moment!

Ein herzliches Dankeschön an den Veranstalter, das Frankfurter Publikum und meiner Familie!

 

News vom 21.10.2009:

Der Frankfurt-Marathon ist nicht mehr weit und ich bin auch schon gut in Frankfurt angekommen. Ich freue mich dass die Vorbereitung abgeschlossen ist und ich bereits die letzten Tage zur Regeneration nutzen konnte und auch noch ein paar Tage habe um meine Beine fit zu bekommen. Andererseits würde ich mich freuen wenn der Wettkampf schon morgen sein würde, ich kanns nämlich nicht mehr erwarten den Chip an meinem Schuh zu fädeln, meine Startnummer am Dress anzubringen und endlich an der Startlinie zu stehen. Wie schon geschrieben, mein großes Ziel ist es, das EM-Limit für Barcelona nächstes Jahr zu erbringen, der Rest ist eigentlich Nebensache. Morgen und übermorgen habe ich noch Pressekonferenzen zu absolvieren und ich hoffe dass ich dann auch erfahren werde, welches Tempo die Tempomacher anschlagen und ob ich eine Gruppe habe zum Laufen, oder ob es einsame 42,195km werden am Sonntag. Egal wie, ich freu mich auf die Herausforderung Marathon. Für alle die es interessiert: das Rennen wird am Sonntag ab 9:45 live im Hessischen Rundfunk (HR) übertragen.

 

News vom 12.10.2009:

Mein 3-wöchiges Höhentrainingslager in St. Moritz wurde mit einem Halbmarathon-Testlauf abgeschlossen. Ich startete daher gestern beim Graz Marathon, finishte aber schon nach einer 21,0975km Runde. Der Veranstalter benützte mein Antreten auch gleich um mich als Tempomacher für die Marathon-Elite einzuteilen, was auch mir großen Spaß machte. Als Marathonläufer weiss ich, dass es auf die richtige Pace ankommt und daher versuchte ich, die Topläufer so genau wie möglich zu führen. Meine Aufgabe war es, die ersten 18km an der Spitze zu laufen und einen Kilometerschnitt von 3:06 - 3:07 einzuhalten, was mir auch sehr gut gelang. Nach getaner Arbeit forderte mich der Rennleiter Hannes Langer auf, mich nach vorne von meinen Mitläufern zu verabschieden und die letzten 3km schneller zu laufen. Gesagt getan, ich verabschiedete mich von meinen Begleitern, wünschte ihnen noch alles Gute und beschleunigte. Mit meiner Endzeit von 65:04 bin ich sehr zufrieden, vorallem, weil ich wirklich gut gearbeitet hatte (ich zeigte in jeder Kurve die Ideallinie an, warnte vor Strassenbahngleisen und forderte das Publikum auf die Marathonläufer anzufeuern) und ich einen sehr guten Pulsschnitt (160 Schläge/min) hatte. Für mich war es der letzte harte Test vor meinem zweiten Marathon in Frankfurt am 25.10. Das Ziel dort ist klar definiert, eine Zeit unter 2:16 soll es werden, dann hätte ich eine Sorge weniger, denn das ist das EM-Limit für Barcelona 2010!

 

News vom 02.10.2009:

Das Training läuft immer noch voll nach Plan. Heute standen 20km gesteigerter Dauerlauf am Programm. Dieses Training absolvierte ich bei guten Bedingungen (ca. 11 Grad, sonnig, fast windstill) am nahegelegenen Flughafen von Samedan. Mein Vater gab mit dem Rad das Tempo vor. Eine Runde um den Flugplatz beträgt genau 5.140m und so war der Plan, vier Runden zu laufen und zwar in den Kilometerschnitten von 3:25 - 3:20 - 3:15 - 3:10. Da ich mich während des Laufes sehr gut fühlte, entschied ich kurz vor Ende des Trainings den Halbmarathon voll zu machen und lief also noch die letzten 540m weiter. Meine Endzeit des Halbmarathons lag bei 1:09:30 und das in dieser Höhe. Als ich nach dem Lauf meine Pulsdaten auswertete, kam die nächste Überraschung, mein Pulschnitt lag bei 152 Schlägen! So kanns weitergehen!

 

News vom 22.09.2009:

ON THE ROAD AGAIN! Lange hab ich nichts mehr von mir hören lassen, aber jetzt bin ich wieder zurück. Ich hatte keinen sehr erfolgreichen Sommer da ich sehr lange verletzt war. Seit 7. August kann ich wieder trainieren und das schmerzfrei.

Ich habe auch schon wieder drei Wettkämpfe bestritten. Rieder Stadtlauf, Great Yorkshire Run in Sheffield und die Österreichischen Meisterschaften über 10km auf der Strasse in Natternbach. Ried und die ÖM habe ich gewonnen, in Sheffield wurde ich guter siebter. Mit den Zeiten bin ich auch sehr zufrieden.

Im Moment bin ich gerade in St. Moritz im Trainingslager und bleibe noch bis zum 09.10. hier. Ich hoffe das Wetter und die Bedingungen bleiben so wie es zur Zeit ist: sonnig, warm und wenig Wind! Ich bereite mich hier auf meinen zweiten Marathon vor den ich am 25.10. in Frankfurt laufen werde. In Frankfurt ist das Ziel ganz klar definiert: ich will das Marathon EM-Limit von 2:16 unterbieten! Mit 11 Wochen Vorbereitung ist wohl nicht viel mehr drin. Als Vorbereitungswettkampf habe ich noch den Halbmarathon in Graz am 11.10. in meinem Terminplan stehen. Ich werde dort einer der Tempomacher für die Marathonläufer sein. Die Zielzeit steht noch nicht ganz fest, wird aber irgendwo bei 65 - 66min liegen. Bis dahin werde ich aber noch viele viele Kilometer hier in St. Moritz abspulen. Ich freu mich schon darauf in dieser wunderbaren Gegend zu trainieren.

 

News vom 23.04.2009:

Endlich bin ich auch ein echter Marathoni, und ich bin stolz darauf. Das Erlebnis Marathon zu laufen war wirklich etwas besonderes. Schon das Training für den VCM hat richtig Spaß gemacht und ich habe neue Akzente setzen können.

Der VCM hatte für ich ja schon am Donnerstag begonnen. Wir hatten eine Pressekonferenz im Athletenhotel und ich bekam meine Startnummer. Zu diesem Zeitpunkt war die Nervösität noch sehr sehr gering und ich freute mich dass die Presse sehr interessiert an meinem Debüt war. Am Freitag auf der VCM-Expo konnte ich dann viele weitere Starter treffen und ein wenig mit ihnen plaudern. Am Samstag kam dann das erste große Highlight für mich: ich durfte mit Johann Lafer den Apfelschmarrn im Rathaus zubereiten. Für mich als Hobbykoch war das eine große Motivation.

Der Wettkampftag begann für mich um 5:20. Das Frühstück schmeckte nicht so richtig, denn ich war doch schon sehr nervös. Gegessen hab ich totzdem als ob ich schon drei Tage nichts mehr bekommen hätte. Um 7:45 ging es Richtung Start und ein wenig später startete ich mein Aufwärmprogramm.

Das Rennen verlief von Start weg voll nach Plan. Meine beiden Tempomacher liefen gute Kilometerzeiten und ich fühlte mich großartig. Die vielen Zuseher am Strassenrand spornten mich enorm an und ich wurde immer lockerer. Beim Halbmarathon hatte ich genau die angepeilten 66 Minuten und ich ging voller Zuversicht in die zweite Hälfte. Bis Kilometer 35 war alles im Plan. Zu diesem Zeitpunkt stiegen meine Tempomacher aus und ich war auf mich alleine gestellt. Die nächsten 5 Kilometer waren doch schon sehr anstrengend und zwei Kilometer vor dem Ziel traf mich der berühmte Hammer mit voller Wucht. Ich "schleppte" mich mit letzter Kraft ins Ziel und verfehlte den österreichischen Rekord um lediglich 17 Sekunden. Tja, das war ein denkbar kanpper Ausgang des Rennens, doch immerhin bin ich der zweitschnellste Österreicher auf der Marathonstrecke den es je gab und hab das schnellste Debütrennen eines Österreichers absolviert. Das Ziel ÖR ist nur aufgeschoben, ich werde es auf jeden Fall im Herbst wieder probieren.

Die Stimmung in Wien war einfach traumhaft. Vorallem am Ring und am Heldenplatz konnte man seinen eigenen Atem nicht mehr hören. Diese Anfeuerungen waren es auch, die mich doch noch ins Ziel gebracht haben. Ich bin jetzt auch schon wieder hochmotiviert für meinen zweiten Marathon. Obwohl mir alle Muskel schmerzten und das Rennen am Ende extrem hart war war es schön. Wir Leistungssportler sind schon ein komisches Volk, oder?!

 

News vom 16.04.2009:

Die letzten Tage meiner Marathonvorbereitung werde ich in Wien verbringen. Ich bin schon im Athletenhotel und habe auch schon einen meiner kenianischen Freunde getroffen. Reuben Kosgei, Hindernis-Olympiasieger aus dem Jahr 2000, gibt ebenso wie ich am Sonntag sein Marathondebüt. Er hat eigentlich die selbe Einstellung wie ich, vorsichtig anlaufen und gegen Ende schneller werden. Die Frage ist nur, was heißt vorsichtig anlaufen!?

Meine letzten Trainingswochen waren sehr gut. Ich bin einen guten Halbmarathon-Testlauf in Prag gelaufen (63:26) und habe noch einige gute Einheiten absolviert. In den letzten beiden Wochen war natürlich Erholung angesagt und kaum noch schnelle Einheiten. Ich laufe zwar noch kurze Strecken im Wettkampftempo, das soll aber nur die Beine aktivieren.

Ich freue mich schon sehr auf Sonntag. 6 Monate Training für einen Wettkampf war genug, jetzt muss es endlich losgehen. Noch gut 2 Tage und ich weiss ob ich alles richtig gemacht habe. Drückt mir die Daumen vor dem Fernseher oder kommt nach Wien an die Strecke, ich kann jede Anfeuerung gut brauchen.

 

News vom 17.03.2009:

Seit 1. März bin ich nun in Viareggio in der Toskana. Die Bedingungen hier sind sehr gut. Ich bin froh, dass ich wieder mal mit kurzer Hose und Shirt laufen kann und die Sonne scheint. Ich habe zwar keine Trainingspartner, aber mein Vater ist oft bei den ganz harten Einheiten der Pacemaker mit dem Rad. Ich spule viele Kilometer ab, trainiere aber auch hohe Qualität. Letzten Freitag bin ich bei einer Gesamtbelastung von 26km (ohne ein- und auslaufen) den letzten Kilometer in 2:47 Minuten gelaufen, und es ging mir gut dabei. Drei Tage davor waren die letzten 7km eines 34km Laufes im Wettkampftempo, und die 27km davor waren auch nicht so langsam. Ich denke, ich bin am richtigen Weg und das Marathontraining macht mir immer noch viel Freude.

Für das leibliche Wohl ist meine Mutter zuständig. Um Kosten zu sparen hab ich eine kleine Wohnung gemietet und wir sind Selbstversorger. Damit können wir genau das kochen und essen, was ich nach so langen Läufen benötige. Ich hab keinen Ernährungsplan, aber natürlich achten wir darauf, dass es gesund und ausgewogen ist. Nach einem sehr langen Training esse ich am liebsten Eiernudeln oder geröstete Knödel mit Ei und natürlich Salat. Beides sind sehr einfache Speisen, schnell zubereitet, aber nahrhaft und gut.

 

News vom 01.01.2009:

Der siebte Sieg in Peuerbach war auch der schwerste. Der gestrige Lauf verlief gar nicht nach meinem Geschmack. Eigentlich wollte ich die erste Hälfte nur in der Spitzengruppe laufen und mich auf die zweite Streckenhälfte konzentrieren. Das Rennen wurde allerdings sehr langsam angelaufen und so entschied ich mich in Führung zu gehen und selber Tempo zu machen. In der vierten von acht Runden kam dann die Attacke des Äthiopiers Alemayehu Shumye-Tafere dem nur der Marokkaner El Quady folgen konnte. Der Norweger Urige und ich begannen mit ca. 30m Rückstand die zweite Rennhälfte. Durch ein gleichmäßig hohes Tempo gelang es mir, den Rückstand in der fünften und sechsten Runde wieder aufzuholen und mich an die beiden Führenden anzuhängen. Am Ende der siebten Runde beschleunigte der Äthiopier abermals und lief auf der Zielgeraden einen Vorsprung von rund 20m heraus. Sein Pech war nur, dass er sich verzählt hatte und seine Kraft verpulverte. El Quady probierte etwas halbherzig zu folgen, schaffte aber den Anschluss an Tafere nicht mehr. Ich legte meine ganze Kraft in die letzten 500m und konnte den Äthiopier rund 400m vor dem Ziel einholen. Durch mein Marathontraining bin ich natürlich nicht mehr der stärkste im Spurt und so hielt ich mich nicht lange bei Tafere auf sondern zog gleich an ihm vorbei, beschleunigte nochmal und konnte ihn bis ins Ziel noch um 5 Sekunden distanzieren. Dieser Sieg bedeutet mir wirklich sehr viel und das nicht nur weil es der "Rekordsieg" war. Ich bin ruhig geblieben als ich Rückstand hatte, habe auf meine Fähigkeiten vertraut und in der letzten Runde nochmals alle Kräfte mobilisiert. Viel besser wärs gestern nicht gegangen. Die Siegerzeit war zwar deutlich langsamer als die letzten Jahre, das war aber schon nach einer Runde klar und ist auch nicht wichtig. Was zählt ist der Sieg und den hab ich geholt.

Zum Schluss möchte ich allen Freunden, Fans und Homepagebesuchern ein erfolgreiches und glückliches neues Jahr 2009 wünschen. Ich hoffe ihr erreicht alle Eure gesteckten Ziele und bleibt gesund oder werdet es.

News vom 04.12.2008:

Ich bin beim „Great Australian Run“ in Melbourne über 15km guter Fünfter geworden. Mein Vater und ich sind mit dem Lauf sehr zufrieden, vor allem weil ich gegen Ende immer stärker geworden bin. Die ersten 3km bin ich in der Spitzengruppe mitgelaufen. Dann haben sich drei Läufer abgesetzt: Haile Gebrselassie, Patrick Makau und Craig Mottram. Ich habe mich an dieser Stelle an der zweiten Gruppe orientiert, so wie geplant. Leider habe ich den Anschluss an die zweite Gruppe  bei Kilometer fünf  verloren. 

Einen Kilometer später versuchte ich die Gruppe wieder einzuholen, was mir auch gelang. Ich konnte die Gruppe sogar abschütteln. Collis Birmingham, mein Trainingspartner in Falls Creek, war zu diesem Zeitpunkt aber schon der Gruppe enteilt und hatte auf mich rund 40m Vorsprung. An der folgenden Bergabpassage verlor ich noch mehr an Terrain und so musste ich den Rest des Rennens alleine laufen. Die 10km Marke passierte ich bei 29:41 und die letzten 5km lief ich dann in 14:36, also deutlich schneller als zuvor, obwohl ich zu 90% Gegenwind hatte. Craig Mottram hätte ich mit meiner Tempoverschärfung fast noch eingeholt. Für mich war das Rennen ein wenig zu kurz, denn ich hätte dieses Tempo noch länger halten können, was natürlich ein gutes Zeichen für meinen Marathonplan ist. Ich bin nun noch ibis 14.12. in Australien, um weiter zu trainieren. Einen weiteren Wettkampf habe ich auch noch geplant: die offenen australischen Meisterschaften über 10.000m am 11.12. in Melbourne.

 

News vom 15.11.2008:

Hier ein kurzer Bericht von den ersten Tagen im Trainingslager in Australien (Falls Creek, ~1.650m Seehöhe):

Nachdem die ersten Tage nicht einfach waren, da ich sonst nie auf unebene Streckenverhältnisse trainiere, habe ich mich jetzt so richtig an die Wald- und Wiesenwege gewöhnt und mache auch meine harten Belastungen auf diesen sogenannten "Aquaducts".

Nach den ersten 7 Tagen in der Höhe von Falls Creek habe ich rund 180km in den Beinen in denen auch bereist drei Belastungen inkludiert sind. Gleich zu Beginn standen 10 x (400m - 200m) am Programm, zwei Tage später 8 x 1.000m und wieder 2 Tage später 3.000m - 2.000m - 1.000m. Ich bin ziemlich stolz auf das letzte Training denn den letzten Kilometer bin ich in 2:45 gelaufen auf einem Wiesenweg mit ~ 800m Gegenwind.

Belastungen sind aber nicht das einzige Training. Zum Programm gehören auch lange Läufe wie ein 2 Stunden Lauf durchs Pretty Valley (sehr hügelig) oder ein 90min Lauf entlang der Aquaducts (flach), Krafttraining und Koordination.

Besonders beeindruckt hat mich hier die Gegend: Im Jahr 2003 hat hier ein verheerendes Feuer gewütet und alles niedergebrannt bis auf den Ort Falls Creek selber und einen Umkreis von rund 200m um das Dorf. Wenn ich rund um das Dorf blicke so stehen nur noch die Stämme der Bäume und sonst nichts. Zum Teil sieht es gespenstisch aus, aber eben sehr beeindruckend.

Der Ort Falls Creek selber bietet eigentlich gar nichts ausser Trainingsmöglichkeiten. Es gibt einen sehr kleinen Supermarkt (wenn man Pech hat gibts nur noch 3 Äpfel im Regal und sonst kein Obst!), ein Cafe (unser Treffpunkt am Nachmittag) und ganz wichtig: den eigenen Whirpool am Balkon!!!

 

News vom 26.09.2008:

Die vergangene Saison ist schon fast vergessen und die Trainingspause bald zu Ende und ich freue mich schon sehr auf den Trainingsstart. Das Ziel ist ja schon lange vorgegeben für das Frühjahr 2009 und ich bin wirklich schon gespannt wie mein Körper das umgestellte Training verkraften wird. Das Jahr 2009 soll ja ganz im Zeichen eines neuen österreichischen Marathonrekordes stehen und die Planung für dieses Ziel ist schon fast abgeschlossen. Zwar weiss ich noch nicht genau wo und wann ich meinen ersten Marathon laufen werde, trotzdem stehen die Trainingslager bereits fest. Am 02.11. werde ich nach Down Under aufbrechen und mir dort in der Höhenlage von Falls Creek (~1.600m Höhe) den ersten Schliff holen. Mein Aufenthalt in Australien wird 6 Wochen dauern und am 30.11. werde ich in Melbourne den Great Australia Run absolvieren. Der Star dieses 15km Rennens ist kein geringerer als Haile Gebrselassie und auch der Australier Craig Mottram, der schnellste weisse 5.000m Läufer, wird an der Startlinie stehen. Ich denke das wird ein guter Test meiner Leistungsfähigkeit werden und ich freue mich schon wenn ich mich mit Haile messen kann.

Nach meiner Rückkehr aus Australien werde ich natürlich in Peuerbach laufen, mich aber bald danach wieder ins wärmere Ausland flüchten um eine perfekte Vorbereitung gewährleisten zu können. Im März wird das dritte Traininsglager absolviert werden, diesmal gehts nach Amerika. Boulder, Colorado, ist das Ziel und ich hoffe dass das Training genausogut anschlägt wie letztes Jahr.

Meine Plan ist gut, ich hoffe dass auch mein Debüt über die 42,195km so gut ausfällt.

 

News vom 02.09.2008:

Nach dem nicht ganz nach Wunsch verlaufenen Rennen in Peking habe ich meinen Fokus wieder auf die Strasse gerichtet und war am vergangegen Wochenende bei der größten Laufsportveranstaltung der Welt am Start, dem Nike Human Race. Dieses Rennen wurde am 31.08.08 in 25 Städte auf der ganzen Welt ausgetragen und war mit 1.000.000 (!) Läufer die längste Startlinie der Welt. Ich war für Nike in München am Start und galt dort als Topfavorit für das 10km lange Strassenrennen. Vom Start weg setzte ich mich auch an die Spitze und behauptete diese bis in Ziel. Mit meiner Zeit von 29:25 hielt ich bis dahin den Rekord der Human Races. Spät abends beim Konzert der Fantastischen Vier im Olympiastadion in München erfuhr ich dann von Thomas D. (dem Frontmann der Fanta 4, der auch am Rennen teilnahm und mit 56:03 die Ziellinie überquerte), dass ich es geschafft hatte die schnellste Zeit der Welt bei den Human Races zu erlaufen. Nicht nur ich war sehr überrascht und erfreut über diese Nachricht, auch Dirk Nowitzki meinte es sei unglaublich dass man 10km so schnell laufen kann. Naja, das beruht auf Gegenseitigkeit, ich finde es auch unglaublich was der mit einem Basketball anstellt und wie er ihn in die Körbe knallt. Das Nike Human Race und das Konzert im Anschluss waren ein riesen Spaß für alle Beteiligten. Kurz nach Zielschluss stiegen Blumentopf, Sportfreunde Stiller und eben Fanta 4 auf die Bühne und heizten den 15.000 Läufern vom Münchener Rennen so richtig ein. Was noch zu erwähnen ist, das Nike Human Race ist keine Veranstaltung bei der es um große Profit geht, es ist vielmehr eine Charityveranstaltung die einen Großteil der Einnahmen an wohltätige Zwecke spendet. Ich würde sagen: Gut gemacht, Nike!

 

News vom 02.08.2008:

Heute gehts los, ich fliege von Linz über Wien nach Peking. Meine Reise ist aber in Peking nicht zu Ende. Ich werde mich noch 10 Tage in Hongkong im ÖOC Preolympic Camp vorbereiten und mich an die Zeitumstellung, die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit gewöhnen. Ich freue mich schon sehr auf meine dritten Olympischen Spiele. Es ist immer wieder etwas besonderes im Zeichen der fünf Ringe zu laufen. Auch wenn die Konkurrenz nicht anders ist als bei einer WM, die Aufmerksamkeit und die Zuschauerresonanz ist doch viel höher. Ich reise also heute nach Hongkong und bleibe dort bis 12. August. Danach werde ich im Olympischen Dorf in Peking wohnen und die letzten Tage vor meinem Wettkampf verbringen. Mein Finallauf über 10.000m findet am 17. August um 16:45 österreichischer Zeit statt, bei uns in Peking ist es da schon 22:45. Ich hoffe ihr drückt mir alle fest die Daumen und denkt an mich.

Für alle die nicht alleine vor dem Fernseher sitzen wollen hab ich noch einen Tipp: In meinem Heimatort in Neukirchen an der Enknach organisiert der ASKÖ Schiklub Neukirchen ein Public Viewing im Gemeindeamt. Die Veranstaltung beginnt um 15:45 mit einem kurzen Vorbericht und dann wird das Rennen live geschaut. Ich hoffe diese Veranstaltung wird rege besucht und ich wünsche Euch viel Spaß beim zuschauen.

 

News vom 26.06.2008:

Nach Manchester hab ich für einige Zeit mein Training ein wenig zurückgeschraubt. Ich kann ja meine Form nicht von Mai bis August halten. Das reduzierte Training hat mir sehr gut getan und ich konnte die meisten meiner Termine mit Presse, Sponsoren und diversen anderen Personen absolvieren sowie mein Studium vorantreiben.

In den letzten 2 Wochen hab ich dann wieder ins Wettkampfgeschehen eingegriffen und bin in Zhukovskiy (RUS) sowie beim Europacup in Leiria (POR) jeweils 5.000m gelaufen. In Russland war das Wetter leider ein Spielverderber. Beim Aufwärmen goss es wie aus Kübeln und kurz vor dem Start kam die Sonne raus. Der Wettkampf hätte genausogut in einem Dampfbad stattfinden können. Die Luftfeuchtigkeit betrug unglaubliche 94% und deshalb ist auch meine Leistung von 13:38,28 zu relativieren. Mit dem zweiten Platz bei diesem EAA Premium Meeting bin ich aber sehr zurieden.

Der zweite Wettkampf, der EC in Portugal, verlief noch ein wenig besser. Das Rennen war wie fast jedes Jahr ein taktischer Lauf. Es gab zwei Sieganwärter: den Portugiesen Rui Pedro Silva und mich. Am ersten Kilometer lautete die Renntaktik von uns beiden: Wer kann langsamer laufen, denn jeder wollte hinter dem anderen sein. Ich hab gewonnen und Rui machte die Arbeit für mich. Unser gebremse ermöglichte es einem Weissrussen bei der 1.500m Marke bereits 50m vor dem Feld zu laufen, trotzdem liessen wir ihn gewähren. Erst nach mehr als 2.000m nahm ich die Verfolgung auf und rechnete damit, ihn bei rund 4km eingeholt zu haben. Leider war ich ein wenig zu schnell und darum liessen wir unseren "Tempomacher" noch eine Weile vorne schwitzen. Erst 800m vor dem Ziel wurde Rui nervös und beschleunigte ein wenig. Ich folgte ihm und 400m vor dem Ziel waren wir schon deutlich vor den Verfolgern. 100m später probierte ich Rui zu überraschen, aber er konterte schnell und ich liess ihn noch an der Spitze bis 200m vor dem Ziel. Dann trat ich richtig an und brachte den einzigen österreichischen Sieg dieses Europacups sicher nach Hause.

Zur Zeit befinde ich mich in St. Moritz im Höhentrainingslager und bereite mich auf den 10.000er in Peking vor. Leider musste ich die ersten Tage ins Schwimmbad nach Potresina um zu trainieren. Schmerzen im rechten Vorfuss zwangen mich zu einer MRT- Untersuchung bei der zum Glück ein Ermüdungsbruch ausgeschlossen, aber eine Muskelzerrung mit Bluterguss diagnostiziert wurde. Therapien und Auqajogging bestimmen nun also meine Tage. Ich denke dass ich morgen wieder mit dem Lauftraining beginnen und dann auch die schöne Landschaft hier im Engadin geniessen kann.

 

News vom 21.05.2008:

31.000 Läufer - 10.000m - 28min 10 Sec. - 1 Sieger! Das sind für mich die wichtigsten Zahlen des Great Manchester Run vom vergangenen Wochenende. Zur Zeit schwimme ich auf einer Erfolgswelle und das ist gut so. Ich habe hart dafür gearbeitet.

Das Rennen in Manchester ist einer der bestbesetzten 10km Straßenläufe der Welt und ich durfte nicht nur dabei sein sondern ich konnte den Lauf auch gewinnen. Im geschlagenen Feld waren unter anderem Luke Kibet (KEN, Marathon-Weltmeister 2007, Vienna Marathon Sieger 2007), Sergey Lebid (UKR, 7-facher Cross Europameister), Jose Manuel Martinez (ESP, 10.000m Europameister 2002 und zweiter 2006), Mustapha Mohammed (SWE, 4. Rang WM 2007 3.000m Hindernis), Juan Carlos de la Ossa (ESP, mehrfahcher Medaillengewinner bei Europameisterschaften) und noch viele viele mehr. Das Rennen ging relativ langsam los da es sehr windig war. Keiner wollte so richtig aufs Tempo drücken und so waren es der Ire Mark Caroll und ich die abwechselnd für die Pace sorgten. Nach rund 4km kam der erste "spektakuläre" Moment des Rennens: die Strecke führt unter den Tribünen des Old Trafford Stadions (Heimstätte von Manchester United) durch. Kurz nach dieser Passage drückte ich das erste Mal so richtig aufs Tempo, die Gruppe wurde aber unmerklich kleiner und es waren immer noch 12 Leute in der Spitzengruppe. Bei Kilometer 7-8 verschärfte ich ein weiteres Mal doch an der 8km Marke waren es immer noch 8 Läufer in der Spitzengruppe. Mustapha Mohammed war als nächster dran, er legte einen Zwischenspurt ein und konnte die Gruppe auf 6 reduzieren. Am letzten Kilometer verschärfte ich wieder, leider ohne Erfolg. Bei den weiteren Angriffen von Luan Carlos und Mustapha beschränkte ich mich aufs mitlaufen und konzentrierte mich bereits auf einen sehr kurzen harten Sprint. Die letzten 2 km des Rennens gehen leicht langgezogen bergauf und auf den letzten 400m wird es immer "steiler". Ich entschied mich bei 250m vor dem Ziel für einen Antritt und zog mit aller Gewalt durch. Die Beine wurden zwar auf den letzten Metern sehr schwer, aber ich rettete mich eine Sekunde vor Sergey Lebid und zwei Sekunden vor Mustapha  Mohammed ins Ziel. Die letzten 2km lief ich in 5:29, die letzten 400m in knapp über 60 Sekunden! Mit der Zeit von 28:10 bin ich nicht ganz zufrieden, ich wollte eine 27 vorne sehen, aber der Sieg und die neue österreichische 10km Straßenbestleitung entschädigen für die kleine Enttäuschung.

 

News vom 09.05.2008:

Es ist geschafft, ich habe das Olympialimit in der Tasche! Das Rennen an der Stanford University in Kalifornien hat das gehalten was ich mir davon erwartet habe. Da die letzten Jahre immer gute Zeiten gebracht haben, habe ich mich entschieden, meinen ersten Anlauf auf die Olympianorm dort zu starten. Auch heuer waren die Bedingungen perfekt, kein Wind und rund 8°. Das Rennen sollte auf ca. 13:40 für die ersten 5.000m angelaufen werden denn der Brite Mo Farah wollte unter 27:20 laufen. Der Pacemaker hatte sich aber sicher nicht so gut auf den Lauf vorbereitet wie ich, denn er lief den ersten Kilometer bereits zu langsam und stieg bereits bei 3.200m aus. Wir passierten die 5km Marke bei 13:59, also viel zu langsam. Der sechste Kilometer wurde schon etwas schneller und als bei rund 7.500m Craig Mottram (WM 3. von 2005 über 5.000m) die Führung übernahm ging die Pace bereits in Richtung 27:45. Runde für Runde schrie uns der Stadionsprecher zu, dass wir die schnellste Rennrunde gelaufen sind und Craig liess nicht nach. 700m vor dem Ziel legte er eine starke Tempoverschärfung ein und setzte sich von der 4 -Mann Spitzengruppe ab. Ich lief zu diesem Zeitpunkt an vierter Stelle und zögerte einen Moment bevor ich die beiden Mitläufer überholte und hinter dem Australier nachlief. Leider ein wenig zu spät, der Vorsprung von Craig war schon etwas zu gross und trotz einer sehr starke letzten Runde in 58,5" blieb mir nur der zweite Platz in diesem Rennen. Craig lief mit 27:34,48 ins Ziel und verpasste den australischen Rekord um 2,5 Sekunden. Ich folgte mit 27:36,46 und berbesserte den bereits 26 Jahre alten österreichischen Rekord von Dietmar Millonig um 6,5 Sekunden. Die zweite Hälfte des Rennens lief ich in 13:37, das lässt darauf schliessen, dass noch ein paar Sekunden drin sind. Enttäuscht bin ich auf Grund des zweiten Platzes überhaupt nicht, immerhin habe ich das geforderte Olympialimit um fast 32 Sekunden unterboten und bin zur Zeit die Nummer 1 in Europa und auf Platz 4 in der Weltrangliste.

 

News vom 27.04.2008:

Mein Vorbereitungswettkampf hier in Boulder ist sehr gut verlaufen. Ich habe den "Boulder Distance Carnival" über 5 Meilen (8.045m) gewonnen. Das Rennen führte rund um die Boulder Reservoirs, zu 90% auf Schotter und war eine Wendestrecke. Meine Siegerzeit von 24:30 ist angesichts der Höhenlage von Boulder (~ 1.630m) sehr gut. Es ist ausserdem ein neuer Streckenrekord, den ich trotz Dauerlaufschuhen aufgestellt habe. Für mich war es ein harter Tempolauf den ich als Abschluss einer sehr harten Trainingswoche geplant hatte. Der Wettkampf wurde von Mark Plaatjes, dem Marathon Weltmeister von 1993, veranstaltet. Mark gehört hier in Boulder ein Running-Shop der Hauptsponsor des Laufes ist, und ist zudem ein sehr guter Physiotherapeut der mich letzte Woche behandelt hat.

Die nächsten Tage werde ich noch lockere Einheiten hier in Boulder machen bevor ich am Donnerstag meine Abschlußbelastung absolviere, am Freitag nach Stanford übersiedle und dort hoffentlich am Sonntag meine dritte Olympiateilnahme fixieren werde.

 

News vom 21.04.2008:

Das Trainingslager in Boulder/ Colorado hat überaus erfolgreich begonnen. Die Trainings- bedingungen sind perfekt, mein Appartment liegt sehr nahe der Laufbahn, die Leute sind nett und das Wetter ist trotz einigen Schneeschauern gut fürs Training. In der ersten Woche in der Höhe von Boulder (1.630m) bin ich 198km gelaufen. Die Anpassung an die Höhe hat dank dem Höhenzelt sehr gut geklappt, die Zeitumstellung (-8 Stunden) hat mir etwas mehr Probleme bereitet, allerdings nur an den ersten 4 Tagen. Danach habe ich auch schon meine ersten Belastungen absolviert, die ich größtenteils mit Partnern hier aus Boulder auf der Highschool-Laufbahn der "Fairview`s" mache. Darunter sind Einheiten wie: 10 x 1.000m oder 3 x (600-500-400-300-200m) mit kurzen Pausen. Mein bester Trainingspartner, Clint Wells, hat eine 10.000m Bestleistung von 27:56 (übrigens in Stanford aufgestellt, dort wo auch ich hoffe mein Olympialimit zu laufen) und er ist überzeugt dass ich mit der derzeitigen Form deutlich unter 28 Minuten bleiben kann.

Boulder ist eine überaus sportliche Stadt. Radwege, Lauftrails, Sport- und Spielplätze egal wo man hinsieht. Und das Beste: die Wege und Sportplätze sind jederzeit gut besucht. Schon die Kleinsten treiben Sport und man ist nie alleine unterwegs, egal bei welchem Wetter. Da kommt es nicht von ungefähr dass es hier in Boulder den zweitgrößten Lauf der USA gibt, den Boulder Bolder mit über 50.000 (!) Startern. Leider bin ich zu diesem Zeitpunkt schon wieder zu Hause und kann diesen nicht bestreiten, ich laufe aber am kommenden Wochenende einen Qualifikationslauf für den Boulder Bolder, den sogenannten "Bolder Distance Carnival". Ich bestreite die 5 Meilen als Vorbereitung auf meinen Wettkampf in Stanford, ich denke es ist gut ein wenig Wettkampfluft zu schnuppern bevor es so richtig zur Sache geht.

An den trainingsfreien Tagen kann man hier auch schöne Ausflüge machen. Der Rocky Mountain National Park liegt nur rund 40 Meilen nördlich von Boulder und ist wirklich sehenswert. Der Ausblick auf die Bergriesen ist traumhaft. Ich konnte im RMNP sogar bis auf wenige Meter an einen Elch herankommen, ein schönes Erlebnis. Einige Ausflüge nützten wir auch um schöne Laufstrecken zu erkunden. In der ersten Woche lief ich mit einem amerikanischen Kollegen den "Swisstrail" in einer Höhe von 2.600m. Dieses Traininig mussten wir im Schnee absolvieren, trotzdem hatten wir viel Spaß. Vor zwei Tagen war ich auf der "Magnolia Road", einer nicht asphaltierten, unter Läufern sehr  bekannten, Höhenstrasse auf 2.500 - 2.600m unterwegs, die leicht wellig nach oben führt. Meine Eltern begleiteten mich mit dem Auto, so musste ich nicht mehr zurücklaufen und wir konnten den restlichen Tag, bei herrlichem Wetter, zur Regeneration nützen. Eine zusätzliche Motivation habe ich heute erhalten: Meine Uni-Prüfung, die ich kurz vor der ÖM Cross geschrieben habe, habe ich mit einer sehr guten Note bestanden.

 

News vom 09.03.2008:

Die Staatsmeisterschaften in Innsbruck brachten für mich die Titel Nr. 42 und 43. Keine Frage dass ich sehr zufrieden bin mit diesem Wettkampf.

Ich startete auf der langen Strecke die kurz vor dem Startschuss noch etwas verändert wurde. Wir hatten eine kleine (400m) und acht große (1.150m) Runden zu bewältigen, was uns durch den aufkommenden Wind deutlich erschwert wurde. Der Startbogen musste zur Vorsicht sogar abgebaut werden. Ich startete ziemlich schnell, da ich einen guten Tempolauf machen wollte. Rasch hatten sich Florian Prüller und ich abgesetzt. Florian konnte mir bis zum Ende der zweiten Runde ganz gut folgen, verlor dann aber den Anschluss und der Abstand wurde von Runde zu Runde größer. Ich konnte ziemlich konstante Rundenzeiten zwischen 3:26 und 3:35 laufen, die Letzte war eine der Schnellsten in 3:30. Im Ziel hatte ich 38 Sekunden Vorsprung auf Florian Prüller der wirklich eine sehr gute Figur abgegeben, und mich sogar in den ersten beiden Runden etwas nervös gemacht hatte. Mit meinem Kilometerschnitt von 3:04 im Cross bin ich sehr zufrieden, ich konnte zeigen dass ich wirklich gut in Form bin. Mein Einzeltitel hat mich schon sehr gefreut, noch mehr freute mich aber, dass ich mit meinen Sportunion IGLA loglife Kollegen Thomas Aichbauer (5.) und Beyer Josef (19.) auch die Teamwertung gewinnen konnte. Es war mein erster Titel in der Cross-Mannschaft und ich bin richtig stolz darauf. Danke an meine Teamkollegen, wir haben eine richtig tolle Mannschaftsleistung abgeliefert. Natürlich waren das nicht die einzigen beiden Titel die unser Verein in Innsbruck errungen hat, lest doch mal auf unserer Vereinshomepage unter www.igla.at nach.

Ab morgen trainiere ich für eine Woche im schönen Bad Tatzmannsdorf. Der Ortswechsel tut gut und die Entspannung kommt in einem so traumhaften Ort sicher nicht zu kurz. Natürlich werde ich auch das ein oder andere Achterl Rotwein nicht verschmähen, aber das, ist eine andere Geschichte!!!

 

News vom 25.02.2008:

Heute habe ich gleich von zwei vierten Plätzen zu berichten die ich in den letzten 8 Tagen eingelaufen habe. Zunächst bin ich am 17.02. in Diekirch den Eurocross gelaufen. Die Strecke dort hat es in sich. Das Rennen geht über sieben Runden, in denen jeweils 10 Stufen und ein ziemlich steiler Anstieg zu laufen sind und gleich danach eine extrem steile Bergabpassage zu bewältigen ist. Das Rennen war heuer sehr schnell. Die Strecke war zum Teil gefrohren und die Afrikaner haben von Start an Druck gemacht. Ich hielt mich lange Zeit in der Spitzengruppe, musste kurz vor Halbzeit aber leider abreißen lassen und lief alleine einer 6 Mann Gruppe hinterher. In den letzten 3 Runden konnte ich jeweils einen der Ausreißer stellen und mich im Zielsprint gegen meinen direkten Konkurrenten durchsetzen. Als erster kam Joel Kemboi Kimurer(KEN) in 29:23 ins Ziel und verbesserte somit den Streckenrekord um mehr als 40(!) Sekunden. Zweiter wurde sein Landsmann Denis Ndiso (29:24) und dritter der für Bahrain startende Hassan Mahboob (29:39). Meine Zeit als vierter (29:49) war immer noch deutlich schneller als der alte Streckenrekord auf der 10.200m langen Cross-Strecke.

Sechs Tage später startete ich bei meinem Höhepunkt der Cross-Saison, der Militär Cross WM in Thun, Schweiz. Nachdem ich vor einigen Jahren schon Medaillen auf der Kurzstrecke gewonnen hatte, wollte ich es heuer mal auf der langen Strecke versuchen. Die Konkurrenz ist hier noch deutlich besser als auf der kurzen Strecke, vorallem weil acht Läufer pro Nation starten dürfen. Meine stärksten Konkurrenten waren natürlich die Nordafrikaner, die Läufer aus Qatar und die Franzosen (eigentlich auch Afrikaner!). Vom Start weg wurde ein hohes Tempo auf der 11.680m langen Strecke angeschlagen. Nach einigen hundert Metern wurde dann das erste Mal taktiert. Die Qataris versuchten das Feld mit Wechseltempo zu zerreißen und sie schafften es auch sehr schnell. Schon nach gut einer von sechs Runden war eine Spitzengruppe formiert, der auch ich angehörte. Ich versuchte ein gleichmäßiges Tempo zu laufen, wurde aber immer wieder von den Gegnern ausgebremst. Sie spielten Katz und Maus mit mir und ich musste jeden Antritt mitgehen um nicht den Anschluß zu verlieren. Nach rund 5km hatten sie es geschafft, drei Qataris waren vorne weg und ich lief als Einzelkämpfer hinter ihnen her. Ich konnte den Abstand nach vorne und hinten recht konstant halten und hatte immer den Zweiten und Dritten im Visier. Ich hoffte immer auf eine Schwäche eines Läufers aber leider taten sie mir den Gefallen nicht. Als Sieger liess sich der frühere Halbmarathon WM-Dritte und Cross WM-Dritte Abdullah Ahmad in 33:54 feiern. Hinter ihm kamen seine Landsleute Salem Gamal (34:37) und Essa Rashed (34:45) ins Ziel. Ich hatte als Vierter 6 Sekunden Rückstand auf die Bronzemedaille und kam in 34:51 ins Ziel. Ich konnte mich somit vor allen Nordafrikanern und "Franzosen" durchsetzen. Für mich war es ein grosser Erfolg so weit vorne zu landen. Es war ein gewonnener Vierter und kein verlorener Dritter.

Bei den Teams der verschiedensten Ländern und den vielen Zuschauern wurde meine Leistung sehr hoch eingeschätzt. Viele wollten sich mit mir fotographieren lassen und die Amerikaner meinten nur: "Your race was awesome!" Ich bin echt happy über diese Leistung und nun noch mehr motiviert für die Olympiasaison.

News vom 03.02.2008:

Nach einer 27 stündigen Anreise vom Traininsglager in Potchefstroom bin ich am Samstag abend in Mailand beim Meetinghotel des Cinque Mulini angekommen. Ich war ziemlich geschlaucht von der Reise, freute mich aber sehr auf die 76. Auflage des Traditionslaufes. Nach der Streckenbesichtigung am Sonntag wusste ich nicht so genau welche Schuhe und Dornen ich verwenden sollte. Die Strecke enthielt alle möglichen Bodenbeschaffenheiten: von Matsch über weiche Tannennadelpassgen, schöne Rasenflächen, Misthaufen und Asphaltabschnitte in den zu durchquerenden Mühlen.

Das Rennen bagann sehr schnell und schon nach kurzer Zeit setzte sich eine 8 Mann Gruppe ab, der ich zum Glück angehorte. Der regierende Crossweltmeister Zersenay Tadese bestimte das Tempo und nach einer Verschäfung des Tempos musste ich leider abreissen lassen. Ich lief als Einzelkämpfer an 7. Stelle liegend hinter einer Zweiergruppe her und konnte nach gut der Hälfte des Rennens einen der beiden überholen. Ich belegte am Ende den sehr guten 6. Rang in 32:37 in dem Weltklassefeld das von Tadese (ERI) in 31:06 domiert wurde.An zweiter Stelle kam der frühere 5.000m Weltmeister Eliud Kipchoge (KEN 31:22) ins Ziel, gefolgt von seinem Landsmann Mathew Kisorio (32:08). Das Jahr 2008 hat gut begonnen, so kann es weitergehen. Ich freue mich schon auf den nächsten Einsatz in zwei Wochen in Diekrich (LUX).

News vom 31.01.2008:

Das erste Trainigslager des Olympiajahres ist so gut wie vorbei und meine Form stimmt. Ich konnte hier in Südafrika super trainieren und habe den Grundstein für die Olympiaquali im Mai gelegt. Meine letzten harten Einheiten waren sehr gut und meistens schneller als gefordert. Das lag nicht nur an mir, sondern auch an meinen guten Trainingspartnern. Ich lief sehr viel mit den Schweden und den Briten und beim letzten Training folgte mir ein Belgier und half mir zum Schluss als Tempomacher. Ich lief 5.000m in 14:58, 4.000m in 11:42 und dann noch 3.000m in 8:27. Krijn, der Belgier, liess beim 4.000er etwas abreissen und stieg beim 3.000er erst am letzten Kilometer ein, der war dann auch noch in 2:47. Hier in Potch auf der Graslaufbahn auf knapp 1.600m Seehöhe war das schon ein sehr gutes Programm.

Ich freue mich jetzt auf meinen Rückflug nach Europa. Ich fahre nach meiner Ankunft in München gleich weiter nach Mailand zum IAAF Cross Cinque Mulini, bei dem ich meine Form im Wettkampf testen werde. Falls es nicht so gut laufen sollte werde ich auch den Kopf nicht in den Snad stecken, denn ich weiss dass ich gut drauf bin und jetzt etwas Erholung brauche um die vier harten Wochen zu verkraften.

News vom 15.01.2008:

Die ersten 10 Tage des Trainingslagers in Südafrika, Potchefstroom, sind vorbei und ich habe bereits mehr als 250km in den Beinen. Diese Kilometer sind aber nicht nur herumgejogge, ich habe auch schon einige harte Belastungen hinter mir. 400er und 1.000er Serien sind nur zwei von mehreren schnellen Trainings die ich zum Teil mit der schwedischen Trainingsgruppe um Mustapha Mohammed (Vize-Cross-Europameister 2007) absoviere und auch zum Teil eigene Tempomacher aus Südafrika zur Verfügung gestellt bekomme. Die Bedingungen sind echt super hier. Wir laufen sehr viel auf einer 400m Rasenlaufbahn oder einer 1.000m Rasenrunde die natürlich auch genau vermessen ist. Wenn man alle Rasenrunden im Trainingsgalände abläuft ist man fast 30min unterwegs, Läuferherz was willst Du mehr.

Heute war ich schon um 7 Uhr früh unterwegs zu einem 2 Stunden Lauf. Dieser Lauf führte mich entlang einer Bahntrasse raus ins nichts. Ausser der Eisenbahn, Vögel, Kühe und Schmetterlinge gibt es nichts, du bist absolut alleine. Bereits beim Loslaufen hatte es rund 25Grad und die Sonne strahlte mir ins Gesicht. Der Inhalt meiner Trinkflasche reichte nur bis ca. 90min, dann wurde es hart und auch ein gutes mentales Training. Das Frühstück schmeckte dann natürlich besonders gut.

Ich freue mich schon auf die nächsten schweren Aufgaben hier in Potch. Bilder vom Trainingscamp werde ich in den nächsten Tagen online stellen. Ich hoffe ihr schaut wieder mal vorbei.

 

News vom 02.01.2008:

Das neue Jahr ist schon 2 Tage alt, aber ich möchte mich trotzdem nochmal bei einigen Leuten bedanken die mir das Jahr 2007 zu einem sehr erfolgreichen und schönen Jahr gemacht haben.

Gleich zu Beginn möchte ich meiner Familie Dank sagen. Sie unterstützen mich in jeder Lebenslage, sie stehen hinter mir und geben mir Rückhalt. Ohne meine Eltern, Schwester, Schwager, Nichte, ... wäre ich heute nicht da wo ich bin.

Ein großer Dank gilt auch meinem Verein der SU IGLA longlife. Unser Obmann, Hubert Lang, seine Familie und alle Athleten des Vereins ziehen an einem Strang und haben unseren Verein zum Besten in Oberösterreich gemacht. Auch die Arbeit beim Silvesterlauf kann nicht hoch genug eingestuft werden. Vielen Dank Euch allen die beim Lauf mithelfen und mir die schönen Erfolge ermöglichen.

Ich will hier nicht zuviel schreiben, denn sonst liest es ja keiner, aber meinen Sponsoren möchte ich hier nochmal Danke sagen. Die Firma Heindl Analytics stattet mich mit super Sporteinlagen aus, die meine NIKE Schuhe noch schneller machen. Der Mazda vom Autohaus Forster in Ranshofen bringt mich sicher an alle Orte, auch ins AVITA Hotel nach Bad Tatzmannsdorf in dem ich mich gerne von den Anstrengungen im Training erhole und viele Freunde gefunden habe. Nicht zu vergessen sind die zahlreichen anderen Geldgeber wie das Bundesheer, Top Sport Austria, Union OÖ, Sportland OÖ und die Sporthilfe.

Danke Euch allen die mir meinen Sport ermöglichen!!!

 

News vom 01.01.2008:

Der Silvesterlauf von Peuerbach war auch im Jahr 2007 wieder ein voller Erfolg. Rund 10.000 begeisterte Zuschauer säumten die Strecke und spornten zu Höchstleistungen an. Die große kenianische Armada hatte es sich zum Ziel gemacht, mich von Beginn an unter Druck zu setzen und mit einem enorm hohen Anfangstempo aus der Reserve zu locken. Fast wäre es ihnen auch gelungen, denn in der ersten Runde nahm es mir schon fast die Luft. 2:16 für 850m ist wirklich ein Höllenritt, wenn man bedenkt dass noch weitere 7 Runden zu laufen waren. In der Mitte des Rennens kam ich dann ins Laufen und konnte mit einer Tempoverschärfung am Zielhügel die Konkurrenten selber unter Druck setzen. Ich diktierte von da an das Rennen und es wurde zu einem Ausscheidungsrennen. Nach und nach wurde die Spitzegruppe kleiner und ich fühlte mich immer besser. Zu Beginn der siebten Runde war ich auch meinen letzten Verfolger los und ich konnte einem ungefährdeten Sieg entgegenlaufen. Jamel Chatbi (ITA) und Job Tanui (KEN) sicherten sich mit 11 Sekunden bzw. 19 Sekunden Rückstand die Plätze zwei und drei. Mit meiner Siegerzeit von 18:51 bin ich sehr zufrieden, obwohl wenn ich gewusst hätte, dass ich den Streckenrekord so knapp verfehle, wären schon noch ein paar Sekunden drinnen gewesen.

Die Silvesterparty im Urtlhof in Peuerbach war auch heuer wieder ein lustiger Jahresausklang. Die Meissnitzer Band hat den Abend mich nur musikalisch untermalt, sie haben den Abend gerockt. Die Stimmung war sehr gut und die Band hat richtig die Sau raus gelassen. Die Asse aus den verschiedensten Ländern haben gemeinsam das neue Jahr eingeläutet. Finnen, Norwegen, Italiener, Ukrainer, Serben, Kenianer, Eritreaer, Deutsche, Schweden und und und machten die Party zu einer multikulturellen Veranstaltung.

Zum Schluss möchte ich Euch noch allen ein gutes, erfolgreiches, neues Jahr 2008 wünschen. Ich wünsche Euch dass ihr all Eure Ziele erreicht, Gesund bleibt und weiterhin dem Sport verbunden bleibt.

 

News vom 21.12.2007:

Heute wurde ich vom ÖLV informiert, dass ich zum achten Mal den Preis des besten Leichtathleten gewonnen habe. Ich bin richtig happy über diese Auszeichnung. Meine Saison war ja nicht zu 100% positiv verlaufen aber dieser Preis zeigt mir, dass die Fans und auch die Experten hinter mir stehen und meine Leistungen honorieren. Es ist auch bei Leistungssportlern nicht immer so, dass wir in jedes Training mit Freude rein gehen, aber die Auszeichnung "Arbeiter des Jahres in der Leichtathletik" gibt mir wieder einen Motivationsschub und ich freue mich schon jetzt auf die nächsten harten Einheiten. Ich will im nächsten Jahr auch beweisen, dass ich zurecht wieder gewählt wurde. Ich möchte mich hiermit auch bei allen Leuten bedanken die mich zum "Leichtathleten des Jahres" gewählt haben und sie gleichzeitig bitten, weiterhin an mich zu glauben.

 

News vom 15.12.2007:

Für alle die es interessiert: Die Pressechefin des Europäischen Leichtathletik Verbandes (EAA) hat mich vor einiger Zeit zum "5 minutes with your sports star Interview" gebeten. Näheres findet ihr auf der Homepage der EAA. Hier ist der Link zur Startseite: www.european-athletics.org Klickt doch mal rein!

Der direkte Link zur Story lautet:

http://www.european-athletics.org/index.php?option=com_content&task=view&id=5861&Itemid=2

 

News vom 13.12.2007:

Das Kristallschiff in Linz war gestern der Austragungsort der Wahl zur Miss Silvesterlauf. Diese Wahl hat so ein Ambiente verdient. Kristalle soweit das Auge reicht und auch beim betrachten der Kandidatinnen kamen die Augen ins Funkeln.

Neun Schönheiten aus Oberösterreich und der Steiermark präsentierten sich den vielen Zuschauern und natürlich auch der Jury, der auch ich das erste Mal angehörte. Wir Juroren hatten wahrlich keinen leichten, aber trotzdem sehr schönen Job zu erledigen. Bei der Wahl wurden drei Durchgänge durchgeführt. Der erste Durchgang im Sportoutfit der IGLA longlife, der Zweite im Abendkleid und der Dritte im Bikini. Die Vorentscheidung für die spätere Siegerin fiel im Abendkleid. Mit 10 mal der Höchstnote von sechs Punkten konnte sich die 20-jährige Anna aus Gmunden von der Konkurrenz absetzen und verteidigte ihre Führung souverän im Bikini-Durchgang.

Bei der Siegerehrung durfte ich dann Anna den Siegeskuss geben, hoffentlich revanchiert sie sich beim Silvesterlauf mit einem Siegerbussi bei mir. Klar, zuerst muss ich gewinnen, aber das hoffe ich, auch wenn die Konkurrenz schwer zu besiegen sein wird. Fotos von der Miss-Wahl findet ihr in der Gallerie.

 

News vom 09.12.2007:

Ein Läufer lebt nicht nur von Nudel alleine. Das war das Motto des gestrigen Bradlessen im Bräustüberl in Reichersberg. Mein Geschenk vom Thermenlauf in Geinberg haben meine Familie, Verwandte und Freunde gerne eingelöst.

Der Thermenlauf in Geinberg (heuer am 11.11.2007) ist immer ein spezieller Lauf für mich. Der Sieger wird dort traditionell in Nudel aufgewogen und ich rechne natürlich jedes Jahr damit rund 55kg Nudel mit nach Hause zu nehmen. Auch heuer konnte ich den Lauf in Geinberg für mich entscheiden und so wurde mein Auto mit Pasta gefüllt. Als zusätzliches Zuckerl bekam ich vom Veranstalter einen Gutschein für 10 Personen zum Bradlessen im Bräustüberl und da lassen sich meine Freunde nicht zweimal bitten. Wir verbrachten zuerst einen schönen Nachmittag im Adventmarkt in Altheim, der auch heuer wieder der ORF Aktion "Licht ins Dunkel" spendet, und fuhren dann gemeinsam nach Reichersberg wo wir es uns richtig gemütlich machten und es laaange aushielten.

 

News vom 03.12.2007:

Hallo Sportfreunde!

Zu Beginn möchte ich Euch recht herzliche auf meiner neuen Homepage begrüssen. Ich weiss dass ich Euch lange warten lassen habe, aber jetzt ist es ja soweit und die alte Seite gehört der Vergangenheit an.

Manche Leser wissen wahrscheinlich schon dass es auch heuer wieder die Wahl zum Leichtathleten des jahres auf der ÖLV Homepage gibt. Ich würde natürlich auch heuer gerne wieder den Goldenen Emil mit nach Hause nehmen und dafür brauche ich Eure Hilfe: Geht bitte auf die Seite http://www.oelv.at/static/athletenwahl.php gebt Euren Namen und E-Mail Adresse ein und wählt Euren Favoriten (hoffentlich mich!) zum ÖLV Athleten des Jahres 2007.

Vielen dank im Voraus!
Euer Günther

 

News vom 02.12.2007:

Die Escalade in Genf lockte auch heuer wieder eine riesige Anzahl an Läufern nach Genf. Der größte und bekannteste Straßenlauf der Schweiz erlebte mit 27.500 Starten einen neuen Teilnehmerrekord.

Es ist schon ein atemberaubendes Gefühl durch so eine Masse an Zuschauern zu laufen die sich alle die Seele aus dem Leib brüllen um die Elite-Athleten anzufeuern. Dieses Jahr, bei der 30. Ausgabe der Escalade, konnten wir die Zurufe auch gut gebrauchen denn der Kenianer Mike Kigen hielt das Tempo vom Start weg extrem hoch und liess keinen Zweifel aufkommen dass er dieses Rennen gewinnen will. Er bildete sich bereits nach 500m eine vierköpfige Spitzengruppe mit Mike Kigen, Nicholas Koech (beide Kenia), Chengere Tolossa (Äthiopien) und mir. Alle anderen konnten oder wollten gleich nicht folgen. Am Ende der zweiten von drei Runden verloren Koech und ich ei wenig den Anschluß, doch mit einer enormen Kraftanstrengung konnte ich den Rückstand am Beginn der dritten Runde wieder aufholen. Von nun an waren wir nur noch zu dritt. 1,5km vor dem Ziel wurde von Kigen und Tolossa ein wenig taktiert und ich konnte mich ein wenig ausrasten in ihrem Windschatten. Wie in Basel geht es auch in genf berab ins Ziel und Tolossa ist ein ausgesprochen guter Bergabläufer. Er beschleunigte und nur Kigen konnte ihm folgen. Ich musste abreissen lassen, versuchte aber den Rückstand in Grenzen zu halten. Eingangs der Zielgeraden waren Kigen und Tolossa gleich auf, bis Tolossa seinen Ellenbogen gegen kigen einsetzte und der faßt gegen die bande knallte. Tolossa war vorne weg und konnte einen ungefährdeten aber nciht ganz fairen Sieg feiern. Ich konnte nochmal zu Kigen aufschließen, war aber leider um 0,9 Sekunden hinter dem kenianischen Meister über 5.000m im Ziel. Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit meiner kurzen Tour de Swiss. Für Peuerbach muss ich noch ein wenig zulegen, auch wenn die Kilometerzeiten in Basel (2:53 über 10km) und Genf(2:49 über 7,25km) schon recht gut sind.

 

News vom 25.11.2007:

Gestern lief ich in Basel meinen ersten harten Wettkampf in der neuen Saison. Meine Leistung war für den Beginn schon ganz gut. Ich konnte bis zum Zielsprint mit der Spitzengruppe mithalten und dann sogar auf den letzten 100m noch 2 Athleten abspurten. Zum Sieg hat es leider nicht ganz gereicht, aber ich bin mit meinem zweiten Platz überaus zufrieden.

Meine neue Saison hat 6 Wochen später begonnen als die Jahre zuvor. Durch den sehr späten Termin der Halbmarathon WM hat sich die komplette Vorbereitung für die Saison 2007/08 um einige Wochen nach hinten verschoben. Das wirkt sich natürlich jetzt auf meine Form aus. In den beiden Jahren zuvor habe ich das Tempo in Basel diktiert und meine Konkurrenten müde gelaufen. Heuer haben sie das selbe mit mir gemacht. Ich konnte der Führungsgruppe gerade so folgen aber leider bergauf keinen Anritt mehr lancieren. Die Zielgerade in Basel ist ein ca. 600m langes Bergabstück und genau dort attackierte der spätere Sieger Chengere Tolossa aus Äthiopien. Ich fiel zurück an die vierte Stelle und hatte mich eigentlich schon damit abgefunden nicht am Podest zu stehen. Auf den letzten 150m dachte ich gebe ich nochmals alles und siehe da, ich konnte noch zwei Athleten abspurten. Genau das, einen kurzen schnellen Antritt, wollte ich vermeiden denn durch das viele Ausdauertraining bin ich noch nicht so spritzig. Tja, man muss an sich glauben, dann geht auch was wenn nichts mehr geht ;-)

 

News vom 14.09.2007:

Das Rennen in Bruessel war fast ein WM Finale. Alle guten Kenianer und Marokkaner waren am Start und es wurde ein richtig schnelles Rennen. Paul Kipsiele Koech siegte in Jahresweltbestleistung von 7:58,80 - ich lief leider nur knapp schneller als in Linz und wurde in 8:25,87 achter. Die Platzierung ist gut, die Zeit ist schlecht. Ganz unzufrieden kann ich aber auch nicht sein, immerhin habe ich den WM Zweiten Ezekiel Kemboi und die zwei Marokkaner Brahim Taleb und Hamid Ezzine mit Saisonbestleistungen von 8:07 und 8:09 hinter mir gelassen. 

Fuer das World Ranking habe ich zwar 4 Punkte gemacht, leider bin ich damit aber nur 13. und zwoelf duerfen starten. Meine Chance ist zwar noch das Bob Thari nicht starten darf weil er ein Rennen zu wenig hat, wahrscheinlich bekommt er aber die Wild Card und ich bleibe 13. Naja, wenn ich nicht laufen darf dann beende ich eben meine Bahnsaison, es wuerde mich aber schon ein wenig wurmen. 

 

News vom 13.09.2007:

Das Linzer Gugl Meeting war ein schoener Erfolg fuer mich. Ich habe damit gerechnet und gehofft dass ich bis 2.000m in der Spitze draan bleiben kann, dss ich dnn aber auch noch aattakieren knn mit dem konnte ich nicht rechnen. Ich bin froh dass ich das Renne auch so gut weggesteckt habe, ich fuehle mich naemlich sehr gut heute. Morgenwerde ich wie geplant in Bruessel starten. Die Konkurrenz ist enorm aber ich werde mein Bestes geben und vielleicht reicht es fuer eine gute Platzierung. Es waere ja mein Traum mich fuer das World Athletics Final naechste Woche in Stuttgart zu qualifizieren, das wird aber eine sehr schwierige Aufgabe. Im Moment bin ich 14. und die ersten 11 duerfen auf jeden Fall starten, der 12. Starter bekommt eine Wild Card. Auf das will ich mich nicht verlassen. Ich hoffe es klappt mit dem Start in Stuttgart. Wenn ich mich nicht qualifiziere ist es auch nicht so schlimm, aber schoen waers schon.

Drueckt mir die Daumen!